Reihenhäuser und ein Mehrfamilienhaus

Neues Leben im alten Landschulheim: Ingenieure wollen Wohnhäuser auf Niedensteiner Grundstück schaffen

Dicht bewachsen: Das Grundstück am Lupinenweg soll neu belebt werden. Das alte Landschulheim soll zu einem Wohnhaus mit vier Wohnungen umgebaut werden.
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Dicht bewachsen: Das Grundstück am Lupinenweg soll neu belebt werden. Das alte Landschulheim soll zu einem Wohnhaus mit vier Wohnungen umgebaut werden.

Aus altem Landschulheim wird neues Wohnhaus – zumindest wenn es nach dem Ingenieurbüro RBS Immobilien GbR aus Kassel geht. Die Partner Gerhardt Reuter, Frank Biermann und Sven Schauenburg planen, das Grundstück des alten Landschulheims am Lupinenweg zu kaufen, um dort Reihenhäuser und ein Mehrfamilienhaus zu bauen.

Niedenstein – Sie wollen dort ihre Vision eines Mehrgenerationenwohnens inklusive Begegnungsstätte für Wanderer schaffen. Die Stadtverordneten stimmen am Donnerstag, 5. November, darüber ab, ob die Drei ihren Traum erfüllen können. Struktur- und Planungsausschuss sowie Haupt- und Finanzausschuss (HaFi) machten in einer gemeinsamen Sitzung den Weg für einen Verkauf des Grundstücks bereits frei. Sie stimmten jeweils einstimmig dafür.

Ingenieur Gerhardt Reuter lernte Niedenstein nach eigenen Aussagen durch die Arbeit auf einer Baustelle kennen – und schätzen. Als er das etwa 3700 Quadratmeter große Grundstück, das einen weiten Blick über die Stadt erlaubt und auf dem sich früher das Landschulheim befand, sah, sei ihm klar gewesen, „dass man in dieser tollen Lage etwas entwickeln kann“. Reuter stellte in der öffentlichen Sitzung von Struktur- und Planungsausschuss und HaFi seine Pläne vor. Demnach wollen die Ingenieure das Gebäude des ehemaligen Übernachtungstraktes des Landschulheimes erhalten. Es soll zu einem Wohnhaus mit vier Wohnungen umgebaut werden, um ein Geschoss aufgestockt und energetisch saniert werden. Für die Dachflächen ist eine Begrünung vorgesehen.

„Wir wollen einen naturnahen Charakter schaffen. Man soll beim Blick ins Tal nicht auf eine graue Fläche schauen“, sagte Reuter. In das Haus wollen die Planer selbst einziehen. „Das Haus hat eine gute Grundstruktur.“

Ganz im Gegenteil zum ehemaligen Kindergarten. Er muss abgerissen werden. Eingedrungene Feuchtigkeit mache es unbewohnbar. Außerdem sei es mit Asbest belastet, sagte Reuter. An dessen Standort soll ein Mehrfamilienhaus mit bis zu acht Wohneinheiten entstehen. Nach Möglichkeit soll es barrierefrei realisiert werden. „Wir wollen auf dem Grundstück ein Mehrgenerationenwohnen ermöglichen.“ Deshalb hätten die Planer auf einem weiteren Teil des Grundstücks – am südlichen Rand, entlang des Rehwiesenwegs – den Bau von drei bis vier Reihenhäusern vorgesehen, die für junge Familien attraktiv werden sollen.

„Auf dem Grundstück soll keine Insel geschaffen werden“, machte Reuter klar. Es gehe darum, die Bauten in die vorhandene Struktur einzufügen. Ihnen sei an einer Begegnungsstätte gelegen. Dafür haben die Männer neben den Reihenhäusern eine öffentliche Fläche eingeplant.

Auch der alte Baumbestand am Zipfel des Grundstücks soll laut Reuter erhalten bleiben, die Fläche solle nicht eingezäunt werden. „Der Wanderparkplatz ist in unmittelbarer Nähe“, so Reuter, der sich vorstellen kann, dort eine Sitzgelegenheit für Wanderer und Besucher zu schaffen. (Chantal Müller)

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