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Kein Plätschern mehr am Brunnen – Niedenstein wird auch weniger beleuchtet

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Von: Cora Zinn

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Auf dem Foto ist der Brunnen vor dem Niedensteiner Rathaus zu sehen.
Nicht mehr in Betrieb: Der Brunnen vor dem Niedensteiner Rathaus ist schon seit Wochen abgeschaltet. © Cora Zinn

Die Städte und Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis reagieren auf die Energiekrise. Wir stellen konkrete Ideen und Aktionen der Kommunen vor. Heute: Niedenstein.

Niedenstein – Energiesparen wird in der Stadt Niedenstein und ihren vier Ortsteilen nicht erst seit ein paar Wochen großgeschrieben. „Natürlich ist das Thema derzeit akuter denn je, aber es sollen alle wissen, dass wir schon seit Jahren prüfen, wo und wie wir Energie sparen können“, sagt Niedensteins Bürgermeister Frank Grunewald.

Einsparungen: Seit etwa acht Wochen plätschert es nicht mehr vor dem Rathaus: Der dortige Brunnen wurde abgestellt. „Nachdem er gereinigt wurde, haben wir ihn abgeschaltet“, sagt Grunewald. Das sei nur eine Einsparmöglichkeit von vielen. Ebenso habe der Gebirgsverein die Beleuchtung am Hessenturm ausgesetzt.

Stadt Niedenstein bemüht sich schon mehr als 20 Jahre darum, Energie zu sparen

Komplett autark sind die städtischen Gebäude im neuen Stadtzentrum. Dazu gehören die drei Kindergärten und das Hallenbad „Haus des Gastes“. Sie sind an die Biogasanlage „Bioenergie Metze“ angeschlossen. Das Awo-Seniorenzentrum gehöre mittlerweile dazu, wie auch bald die geplante Krippenkita im neuen Zentrum.

Die Stadt Niedenstein sei bereits seit 20 Jahren und länger darum bemüht, den Energieverbrauch zu senken. Das sei beispielsweise durch modernere Heizungs- und Solaranlagen auf kommunalen Gebäuden erfolgt.

Vorteil: Laut dem Rathauschef verfügt Niedenstein über einen großen Vorteil: Viele städtische Gebäude sind an eine Ölzentralheizung angeschlossen. „Das war früher eher ein Nachteil, jetzt kommt es uns zugute“, sagt Grunewald.

Keine Gasversorgung bedeute aber nicht gleich, gar nichts zu unternehmen. Auch im Hinblick auf die Ölheizung beispielsweise in Dorfgemeinschaftshäusern (DGH) könne sicherlich der Verbrauch reduziert werden. Er spiele schon länger mit den Gedanken, mit den Stadtverordnetenversammlungen beispielsweise in ein anderes DGH zu wechseln.

„Das DGH in Kirchberg ist sehr groß. Man kann auf ein anderes ausweichen und dort dann viel und vernünftig lüften“, so Grunewald.

Auch die Mitarbeiter der Stadt Niedenstein sollen sich einbringen, wie und wo man Energie spart

Beleuchtungen: In den Jahren 2013/14 wurde in der Stadt Niedenstein komplett auf LED-Leuchten umgerüstet. „Bis 2013 betrugen die Stromkosten ohne LED-Lampen etwa 50 000 Euro“, so Grunewald. Durch das Austauschen zahle man nun etwa die Hälfte.

Kurzfristige Pläne: Neben der Temperaturanpassung in den Büroräumen des Rathauses denkt die Stadtverwaltung bereits über die Weihnachtsbeleuchtung nach. Sie werde nicht ganz ausfallen, aber minimiert.

Außerdem sollen sich Mitarbeiter der Stadt mit ihren Ideen einbringen. Die Bademeister vom „Haus des Gastes“ sind gefragt worden, wie man im Hallenbad Energie einsparen könne. „Sobald Mitarbeiter konkrete Energiesparvorschläge haben, fassen wir sie zusammen und erstellen dann gemeinsam ein Konzept“, sagt Grunewald und hofft auf Eigeninitiative.

Mittelfristige Pläne: „Wir wollen überprüfen lassen, auf welche städtischen Dächer PV-Anlagen passen“, sagt Grunewald. Das sei für ihn der nächste Schritt in Richtung Energiesparen. Laut Grunewald müsse eine Kommune immer dran bleiben, zu sanieren und zu erneuern. (Cora Zinn)

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