Großes Fest geplant

Kirchengemeinde Niedenstein: Neues Pfarrhaus ist fertig, Kirche wird saniert

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Das alte Niedensteiner Stadtzentrum: Mittendrin liegt die evangelische Kirche, die stark sanierungsbedürftig ist. Davor liegen neues Pfarrhaus und Gemeindehaus, deren Fertigstellung nach Neu- und Umbau am 28. Januar mit einem Fest gefeiert werden soll.

Niedenstein. Es gibt einiges zu feiern in Niedenstein – und das soll auch am 28. Januar passieren. Die große Baustelle Pfarrhausneubau und Gemeindehausrenovierung ist so gut wie abgeschlossen.

Wie Pfarrer Johannes Böttner sagt, solle zudem mit der umfassenden Kirchensanierung in diesem Jahr begonnen werden.

Gebaut wird rund um die 240 Jahre alte Kirche im alten Ortszentrum schon seit 2015. Zunächst wurde am Kirchplatz das alte Pfarrhaus abgetragen und ein neues, kleineres Haus gebaut, das eng mit dem bestehenden Gemeindehaus verbunden ist. Es erfülle die neuesten Anforderungen an Energieeffizienz und Wohnqualität, sagt Böttner und schwärmt: „Leben und Arbeiten sind im neuen Pfarrhaus sehr gut unter einem Dach vereint.“

Seit Juni 2017 wohnt er dort mit seiner Familie. In einer Zeit, in der viele Pfarrhäuser verkauft werden, sei es eine Besonderheit, dass Niedenstein überhaupt ein neues Pfarrhaus bekommen habe. Selbst der Rat der Landeskirche mit dem Bischof musste dieser Entscheidung nach langem Abwägen zustimmen.

Johannes Böttner

Das alte Pfarrhaus war jedoch in einem so maroden Zustand, dass eine Renovierung weit teurer geworden wäre als der jetzige Neubau. „Über 600 gezählte ehrenamtliche Stunden stecken in dem Haus und noch viel mehr ungezählte“, betont Böttner, der sich über das Engagement aus den Reihen der Gemeinde freut.

Die Baustellen werden der Gemeinde erhalten bleiben: Die Kirche ist stark renovierungsbedürftig, die Statik der Außenwände muss komplett wieder hergestellt werden, denn das alte Fachwerkgebäude ist in Bewegung. Ganze Balken und Schwellen müssen ausgetauscht werden.

Einen Anfang bildete vor zehn Jahren die Turmsanierung, nun folgt 2018 die Südwand Richtung Chattengau. Sie wird neu gegründet und ausgebessert. Für diesen Bauabschnitt haben Landeskirche und Kirchenkreis insgesamt 220 000 Euro bereitgestellt. Darin enthalten sind auch die Planungskosten für die weiteren Bauabschnitte der Außenwände sowie des Dachstuhls. Auch die Kirchenfenster müssen instand gesetzt werden.

Fleißig wird seit zwei Jahren für die Innensanierung gesammelt. Die Kirchengemeinde bekam in zwei Jahren bereits über 18 000 Euro zusammen. Ein Förderkreis kümmert sich um die Koordinierung der Spendenaktionen. „Unsere Niedensteiner Kirchenmarmelade und das Niedensteiner Kirchenlicht sind zu einem echten Renner geworden“, berichtet Dirk Grunewald vom Kirchenvorstand.

Das Ziel: Bis zum 250. Geburtstag der Kirche im Jahr 2027 sollen zwischen 50 000 und 100 000 Euro gesammelt werden. Die Gesamtkosten der Renovierung werden auf 1,6 Millionen Euro geschätzt. „Deshalb wollen wir auch keine Geschenke zum Fest, sondern bitten weiter um Spenden“, so Pfarrer Böttner.

Hintergrund: Das Baufest

Zu einem großen Baufest lädt die Evangelische Kirchengemeinde Niedenstein-Wichdorf für Sonntag, 28. Januar, ein. Um 14 Uhr kommt Dekanin Sabine Tümmler zum Festgottesdienst, anschließend gibt es Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus.

Um 17 Uhr wartet die Auswahl an Bläserinnen und Bläsern von Landesposaunenwart Ullrich Rebmann mit einem hochklassigen Bläserkonzert auf. In dem Konzert werden auch neue Lieder aus dem Gesangbuch-Plus gespielt. 

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