Niedenstein plant Baumpflanzaktion für ihren Wald

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Alle packen an, um den Wald unterhalb der Altenburg zu erhalten: Christina Gebauer vom Stadtmarketing, Bürgermeister Frank Grunewald, Revierförster Harald Hötzel und Martina Junghans, ebenfalls Stadtmarketing.

Ein wenig kahl sieht er aus, der Niedensteiner Stadtwald an der Altenburg. Wohin man schaut, liegen festmeterweise Fichtenstämme, weite Flächen ohne Baumbestand sind zu erkennen.

Schuld daran ist ein kleines Insekt, welches nicht nur Revierförster Harald Hötzel, sondern auch vielen weiteren Forstbetrieben der Region Sorge bereitet – der Borkenkäfer.

Am 17. April soll nun ein Projekt der Stadt Niedenstein gemeinsam mit Hessenforst starten: Ziel ist es, an einem Tag mit möglichst vielen Menschen 1000 Bäume zu pflanzen. 

60 000 Setzlinge sollen 2020 insgesamt gepflanzt werden, um den kahlen Flächen neues Leben einzuhauchen. 

Ein Euro reicht aus 

Die Teilnahme ist einfach – und günstig. Um Baumpate zu werden, reicht ein Euro. „Die Idee hatte eine Praktikantin der Stadt, schnell setzten wir uns mit Herrn Hötzel in Verbindung und schauten, inwiefern so ein Projekt umsetzbar ist“, erklärt Christina Gebauer, Ansprechpartnerin im Bereich Tourismus und Marketing der Stadt Niedenstein. 

Nach dem vergangenen Sommer sei der Befall der Bäume von Borkenkäfern alarmierend hoch gewesen, eine Lösung musste her, sagt sie.

Schönheit der Wanderwege soll erhalten werden

„Um Niedenstein liegen viele wichtige Wanderwege. Damit die Schönheit rund um diese Wege erhalten bleibt, musste die Stadt handeln“, so Bürgermeister Frank Grunewald. 

Revierförster Harald Hötzel sieht das ähnlich, ihn stellt allerdings der Klimawandel vor ein weit größeres Problem: „Es ist nicht vorherzusehen, welche Baumarten langfristig für eine solche Aktion geeignet sind. Einen Temperaturanstieg können einige Baumarten nicht vertragen, sie würden eingehen“. 

Deshalb sollen vier verschiedene Baumarten auf der Fläche gemeinsam gesetzt werden.

Aufforstungsfläche unterhalb der Altenburg

Insgesamt müssen im Jahr 2020 allein in Niedenstein 60 000 Bäume neu angepflanzt werden, um einen Ausgleich für Käfer- und Hitzeschäden zu schaffen, heißt es vonseiten der Stadt Niedenstein.

Eine derartige Aktion sei ihnen bisher in Hessen noch nicht bekannt. Die erste Aufforstungsfläche wird sich unterhalb der Altenburg, nahe der Ruhebank „Engelsruh“ befinden.

Um sein Bäumchen auch fortan besuchen zu können, wird jeder Baumpate mit einem Namensschild an seinem Baum verewigt. Die Bäume selbst bleiben jedoch im Besitz der Stadt Niedenstein.

Beteiligung am Projekt groß

Die Beteiligung am Projekt sei schon jetzt sehr groß, rund 50 Baumpaten hätten sich bereits gemeldet. „Ein Pate hat sogar 100 Bäume auf einmal genommen“, sagt Martina Junghans, ebenfalls zuständig für Tourismus und Marketing. Ein anderer Baumpate wohne sogar im Raum Gießen.

Um die Setzlinge vor Wild zu schützen, soll die Fläche eingezäunt werden. Paten können ihre Bäume jedoch bequem durch Tore im Zaun erreichen um sie zu gießen oder einfach beim Spaziergang nach ihnen zu sehen.

Wer an einer Teilnahme bei der Baumpflanzaktion interessiert ist, kann sich entweder unter Tel. 0 5624 / 99 9 30 oder per E-Mail an info@niedenstein.de bei der Stadt Niedenstein melden.

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