Stadt investiert zwei Millionen Euro

Tennisclub-Gebäude in Niedenstein wird zur Kita

Das Tennisclub-Gebäude in Niedenstein wird umgebaut und soll dann vorübergehend eine Krippengruppe beherbergen. Langfristig soll dort eine Regelaltersgruppe untergebracht werden.
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Das Tennisclub-Gebäude in Niedenstein wird umgebaut und soll dann vorübergehend eine Krippengruppe beherbergen. Langfristig soll dort eine Regelaltersgruppe untergebracht werden.

Niedenstein schafft zusätzliche Betreuungsangebote für Kinder. Die Stadt ist bereits Träger von zwei Kindertagesstätten, nun soll eine dritte dazukommen.

Niedenstein - In ihrer jüngsten Sitzung haben die Stadtverordneten einstimmig entschieden, das Tennisclub-Gebäude umzubauen, damit dort künftig Kinder betreut werden können. Außerdem soll ein Kita-Neubau entstehen – an welchem Standort, das ist noch unklar.

Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen für Betreuungsplätze für Krippenkinder (ab dem elften Lebensmonat) seien keine freien Krippenplätze mehr verfügbar. Um den gestiegenen Bedarf schnellstmöglich zu decken, ist es deshalb laut Bürgermeister Frank Grunewald notwendig, eine zusätzliche Krippengruppe einzurichten. Vorläufiger Standort für diese ist das Tennisclub-Gebäude.

Es wird künftig der Kindertagesstätte Frechdachse als Gruppenraum zugeordnet und in das Betriebskonzept integriert. Verschiedene städtische Gebäude waren geprüft worden, ob sie sich für die Unterbringung von Krippenkindern eignen. In Absprache mit der Fachaufsicht des Jugendamtes wurde das Tennisclub-Gebäude als für das Vorhaben geeignet befunden.

Kita-Neubau in Niedenstein: Platz für zwei Krippengruppen

Nach der Fertigstellung des Kita-Neubaus, der Platz für zwei Krippengruppen bietet, soll das Tennisclub-Gebäude – damit sich der Umbau auch lohnt – von einer Regelaltersgruppe genutzt werden. Diese ist derzeit übergangsweise im Bewegungsraum der Kita Frechdachse untergebracht.

Die Stadt hat sich für dieses Konzept entschieden, da ein dreigruppiger Kita-Neubau mit zwei Krippengruppen und nur einer Regelaltersgruppe nicht genehmigt werden würde. Der Grund: Bei diesem Modell können nicht alle Kinder der zwei Krippengruppen in nur eine Regelaltersgruppe wechseln. Ein Teil müsste ab dem Übergangszeitpunkt eine andere Einrichtung besuchen.

Niedenstein: Sportbetrieb des Tennisclubs weiterhin gewährleistet

Dieses Problem wird nun umgangen: Da sich die zwei neuen Krippengruppen an einem anderen Standort als die Regelgruppe befinden, müssen alle Krippenkinder den Ort wechseln – unabhängig davon, ob sie in die Regelgruppe im Tennisclub-Gebäude übergehen, oder in eine andere Kita kommen.

Um den Sportbetrieb des Tennisclubs Niedenstein weiterhin zu gewährleisten, entstehen an anderer Stelle auf dem Gelände Aufenthalts- und Geräteunterstellmöglichkeiten.

Neue Kita-Plätze in Niedenstein: Stimmen aus den Fraktionen

Marco Kollmann (SPD) sagte, es sei wichtig, auf den gestiegenen Betreuungsbedarf zu reagieren, auch wenn die Stadt für die neuen Kita-Plätze tief in die Tasche greifen muss. Christine Glück (Grüne) sagte, der reine Krippenbau sei keine optimale Lösung, sprach sich aber für das zusätzliche Betreuungsangebot aus. Und sie bat, beim Neubau darauf zu achten, möglichst wenig Fläche zu versiegeln.

Manfred Dittmar (FWG) sprach sich ebenfalls für mehr Kita-Plätze aus. Seiner Meinung nach wäre eine dreigruppige Kita die beste und auch günstigste Lösung gewesen. Allerdings sei diese nicht genehmigungsfähig. Bevor der Neubau gebaut werde, solle die Stadt die Prognose für die künftigen Kinderzahlen noch mal prüfen. (Christina Zapf)

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