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Niedenstein will 2023 rund 3 Millionen Euro investieren

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Von: Cora Zinn

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Die Stadt Niedenstein will im nächsten Jahr 2,95 Millionen Euro investieren: Das Foto zeigt das Rathaus der Chattengau-Kommune.
Die Stadt Niedenstein will im nächsten Jahr 2,95 Millionen Euro investieren: Das Foto zeigt das Rathaus der Chattengau-Kommune. © Kerstin Diehl

Niedensteins Bürgermeister Frank Grunewald hat den Haushaltsplan für 2023 vorgelegt. Die Stadt will im nächsten Jahr 2,95 Millionen Euro investieren.

Niedenstein – Es ist eine gute Nachricht für die Stadt Niedenstein: Der Haushalt 2023 könnte in fünf Wochen ohne ein Haushaltssicherungskonzept beschlossen werden. Das teilte Niedensteins Bürgermeister Frank Grunewald in der Stadtverordnetensitzung am Donnerstagabend mit.

Grunewald stellte dem Parlament den Entwurf des Haushaltsplanes 2023 und das Investitionsprogramm bis 2026 vor. Die Stadt Niedenstein will im nächsten Jahr 2,95 Millionen Euro investieren. Bis einschließlich 2026 sind Investitionen von mehr als 14,2 Millionen Euro geplant, so Grunewald.

„Die positiven Jahresabschlüsse der Vorjahre helfen uns, um handlungsfähig zu bleiben“, sagte der Bürgermeister. Er erwarte, dass die finanziellen Auswirkungen der Pandemie für das nächste Jahr überschaubar blieben. Viel erheblicher seien die finanziellen Folgen der Energiekrise.

Ein Überblick zu den geplanten Investitionen in Niedenstein

Steuern: Obwohl weiterhin Sparsamkeit erforderlich sei, komme der Haushalt auch im neunten Jahr ohne die Anhebung der Grundsteuer aus. Grunewald betonte aber immer wieder, dass die Stadt mittelfristig um eine Anpassung nicht herumkommen werde. Ein positiver Trend zeige sich in den Einnahmen der Gewerbesteuer, die 2022 bei 632 000 Euro liegen werde.

Investitionen: Als vorerst größte Investition nannte Grunewald einen neuen Einsatzleitwagen für die Feuerwehren, der mit 180 000 Euro zu Buche schlage soll. Weitere 2,5 Millionen soll ein Krippenneubau kosten. „Insbesondere im Bereich der Krippenplätze ist ein hoher Bedarf zu erwarten“, so Grunewald. Das sei aber alles noch Zukunftsmusik, denn ein Problem sei drastisch: Es fehlten Erzieher.

„Daher werde ich erst einen Beschlussvorschlag für einen Krippenneubau vorlegen, wenn ich sicher bin, dass es uns gelingt, die notwendigen Fachkräfte dafür einzustellen“, sagte Grunewald. Im Kindergarten Rasselbande in der Schulstraße müssten die Außenanlagen und Spielgeräte erneuert werden – Kosten: 96 000 Euro.

Niedenstein: 480.000 Euro für Mehrgenerationenpark

Bauen: Der Bau eines Mehrgenerationenparks auf dem ehemaligen Festplatzgelände nimmt Formen an: Für den ersten Bauabschnitt sind 480 000 Euro im Haushalt eingeplant. Ein Abenteuerspielplatz soll das Herzstück des Parkes werden, der vom Schwimmbad, vom Neubaugebiet „Auf der Klippe“ sowie von der neuen Awo-Seniorenanlage gut zu erreichen sein werde.

Umwelt: Die Stadt Niedenstein ist Mitglied des Bündnisses „Hessen aktiv: die Klima-Kommunen“. Damit verfolgt sie das Ziel, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu sein. Dafür habe die Chattengau-Stadt schon einiges umgesetzt: zum Beispiel PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden und dass sie die Wärmeenergie aus der eigenen Biogasanlage von „Bioenergie Metze GmbH & Co. KG“ bekommt.

Niedenstein: Erzieher für offene Stellen gesucht

Verkehr: Ein Mitarbeiter kümmere sich laut Grunewald um ein Radwegeverkehrskonzept. Ein weiterer Schwerpunkt der nächsten Jahre sei die Reparatur der Gemeindestraßen. „Dafür erstellen wir ein Straßenzustandskataster“, sagte Grunewald. Für die Ausbesserungen stehen Rücklagen von 100 000 Euro zur Verfügung.

Personal: Laut Bürgermeister Grunewald umfasst der Stellenplan für die Stadt Niedenstein 53,25 Stellen. Zukünftig entfalle eine Stelle durch Renteneintritt des Mitarbeiters in der Forstwirtschaft. „Diese wird nicht nachbesetzt“, sagte Grunewald.

Im Bereich der Kitas werden 2023 weiterhin 25 Vollzeitstellen benötigt – zurzeit seien 19 davon besetzt. „Ich habe die Sorge, dass es uns nicht gelingen wird, in den nächsten Monate weitere sechs Erzieher einzustellen“, teilte der Rathauschef mit.

Viele Kollegen klagten in letzter Zeit über gestiegene Belastungen. Dabei spiele jedoch die Bezahlung kaum eine Rolle, eher das Arbeitsumfeld mit langen Arbeitszeiten, Gruppengrößen und der immer steigende individuelle Förderungsbedarf einzelner Kinder. „Ich fordere an dieser Stelle die Bundes- und Landespolitik auf, schnellstmöglich für Abhilfe zu sorgen“, sagte Grunewald. (Cora Zinn)

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