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Niedensteiner Stadtverordnete segnen Haushaltsplan ab

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Von: Christina Zapf

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Auf dem Festplatz ist der neue Generationenplatz in Niedenstein geplant.
Auf dem Festplatz ist der neue Generationenplatz in Niedenstein geplant. © Chantal Müller

Im Großen und Ganzen äußerten sich die Niedensteiner Fraktionen positiv über den Haushaltsplan 2022 und anstehende Investitionen bis 2025. Sie beschlossen beides einstimmig.

Im Großen und Ganzen äußerten sich die Niedensteiner Fraktionen positiv über den Haushaltsplan 2022 und anstehende Investitionen bis 2025. Sie beschlossen beides einstimmig.

„Die Haushaltslage ist pandemiebedingt noch als erträglich zu betrachten“, sagte Hartmut Sauer (FWG). Nach der Planung schließe der Haushalt mit einem Minus von 110 000 Euro ab. Höchste Priorität für die FWG haben der Bau einer neuen Kindertagesstätte und Investitionen in die Feuerwehr.

Sauer kritisierte, dass nur wenige Mittel für die Bestandserhaltung, beispielsweise für die Reparatur von Straßen und Gehwegen eingeplant seien. Die Mehrheit der FWG-Fraktion befürworte den geplanten Generationenplatz in Niedenstein. Sauers Fazit zum Haushalt: „Die finanziellen Mittel der Stadt werden stark in Anspruch genommen werden.“.

SPD Niedenstein: Generationenplatz ist wichtiges Projekt

Manuela Wilke (SPD) bewertete positiv, dass für 2022 kein Haushaltssicherungskonzept nötig ist und dass Investitionen in die Zukunft der Stadt getätigt werden – unter anderem mit der neuen Kita. Diese sei nötig. Besonders die Nachfrage nach Krippenplätzen sei gut. Allerdings bedeute die Finanzierung eine große Belastung für die Kommune.

Den Generationenplatz hält sie für ein wichtiges Projekt. „Wir haben mehrere Baugebiete erschlossen und sind den Familien einen Spielplatz schuldig“, so Wilke.

2022 gelte es trotz schwieriger Voraussetzungen, die kalkulierten Kosten einzuhalten.

CDU Niedenstein hätte sich Sperrvermerk für Generationenplatz gewünscht

Als Standort für die neue Kita schlug Franke Metzler (CDU) den Skateplatz am Schwimmbad vor. „Dieser wird so gut wie nicht mehr benutzt“, sagte er. Ein Vorteil der Lage: die räumliche Nähe zu den vorhandenen Kindergärten. Außerdem müsste kein zusätzliches Bauland versiegelt werden.

Er betonte, es gelte „mit unserem Haushalt zu haushalten.“ Die CDU habe überlegt, den Generationenplatz mit einem Sperrvermerk zu versehen, da das politisch nicht durchsetzbar war, werde sie nun dafür stimmen, auf dem ehemaligen Festplatz einen Abenteuerspielplatz einzurichten, der mit 200 000 Euro nur zwei Fünftel der für den Generationenplatz veranschlagten Summe kosten würde.

Grüne Niedenstein: „Generationenplatz kann man nicht steichen“

Jörg Warlich (Grüne) entgegnete auf den Vorschlag von Metzler, die Kita an der Stelle des Skateplatzes zu bauen, dass man den Jugendlichen dann eine Alternative bieten müsse – beispielsweise mit dem Generationenplatz. „Den kann man nicht streichen.“ Viele Bürger hätten bereits Vorschläge dafür eingebracht.

r sprach sich für einen Ausbau der Radwege aus. „Niedenstein muss dafür Geld in die Hand nehmen und die Landes- und Bundeszuschüsse einfordern.“ Es freue seine Fraktion, dass mit der Nahmobilitätsförderung inklusive eines Radwegekonzepts im Haushalt eine „grüne Idee“ umgesetzt werde. (Christina Zapf)

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