Ein Angebot von allen für alle

Stoff und Schutzmasken vor dem Niedensteiner Rathaus

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Die Boxen stehen bereit: Martina Junghans und Bürgermeister Frank Grunewald freuen sich über eine rege Beteiligung an der Aktion. 

Mund- und Nasenbedeckungen sind seit Ende April nicht nur in aller Munde, sondern auch darauf.

Ob beim Einkaufen, in der Bank, in der Postfiliale und in Bussen und Bahnen ist Gesichtsschutz Pflicht. In Niedenstein gibt es nun eine Box für Masken: Vor dem Rathaus liegen Materialien und Stoffe zum Nähen von Masken bereit. Fertige Teile können wieder dort abgegeben werden.

Die Idee kommt an: „Es wurden bereits etwa 20 Masken abgegeben“, berichtet Rathaussprecherin Martina Junghans. Sie und Kollegin Anna Stiehl haben sich das Projekt ausgedacht. Gerade einmal seit wenigen Tagen stehen die Boxen vor dem Rathaus bereit – 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche. Die Stadt hat sie wettergeschützt vor dem Rathaus postiert.

Um mit den Maskenboxen starten zu können, hatten sich Rathausmitarbeiter ordentlich ins Zeug gelegt, einige Masken genäht und Stoffe wie alte Tischdecken bereitgelegt. „Wir wollten ja nicht mit leeren Kisten starten“, sagt Junghans.

Wer eine Maske benötigt, der darf die Box öffnen und sich eine mitnehmen. „Kostenlos und einfach so“, betont Junghans. Ziel ist es, so Menschen zu unterstützen, die entweder nicht selbst nähen oder sich die Gesichtsmasken nicht leisten können. Dennoch richtet sich das Angebot ausdrücklich nicht nur an Bedürftige, betont Junghans: „Es ist ein Angebot von allen, für alle.“ Gesucht werden aber nicht nur Menschen, die das Nähen übernehmen, sondern auch solche, die alte Stoffe und Gummibänder abgeben.

Wichtig ist nur, dass die Stoffe bei mindestens 60 Grad gewaschen werden können. „Wir hatten zum Beispiel auch einen alten Monchhichi-Bettbezug in der Box“, erzählt die Rathaus-Sprecherin.

Von ihm sei inzwischen nur noch der Kissenbezug übrig. Irgendjemand werde also bald mit Masken durch die Stadt laufen, auf denen die kleinen affenähnlichen Puppen abgebildet sind, die 1974 auf den Markt kamen. Außerdem liegen in den Boxen eine Nähanleitung sowie eine Gebrauchsanweisung zur Nutzung der Masken bei, die ebenfalls mitgenommen werden können.  zzp/chm

Weitere Infos zu den Maskenboxen gibt es im Niedensteiner Rathaus, Tel. 0 56 24/999 329 oder per E-Mail an martina.junghans@niedenstein.de bekommen.

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