Halt am Hessenturm 

Fast wie eine Pilgerreise: Studentinnen sind auf der Märchenstraße unterwegs 

Beim Halt am Hessenturm: die Studentinnen Joselyn Grimm (von links) und Neele Rother, Bürgermeister Frank Grunewald, sowie Doris und Gerhard Knieling.
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Beim Halt am Hessenturm: die Studentinnen Joselyn Grimm (von links) und Neele Rother, Bürgermeister Frank Grunewald, sowie Doris und Gerhard Knieling.

Die beiden Kasseler Studentinnen Joselyn Grimm und Neele Rother hatten eigentlich einen Wanderurlaub am Rhein geplant. Dann kam Corona. Aufgrund logistischer Unwegsamkeiten mussten sie ihren Plan verwerfen.

Stattdessen kam ihnen die Idee, die heimatliche Märchenstraße von Kassel bis Hanau, in Angriff zu nehmen.

Doch damit nicht genug. In Zusammenarbeit mit dem Verein Deutsche Märchenstraße entwickelten sie das Projekt Sterntaler. Zehn Tage, aufgeteilt in Streckenabschnitte, die das Wirken und Schaffen der Brüder Grimm dokumentieren, werden die beiden sportlichen jungen Damen unterwegs sein. An den jeweiligen Zwischenstationen lesen sie am Abend Märchen und erstellen Zeichnungen, die dann bei einer Ausstellung in Steinau verkauft werden. Die Einnahmen daraus gehen als Spende an die HNA Aktion „Kinder für Nordhessen“ und den Verein Lalelu, der sich um die Betreuung von Eltern mit unheilbar kranken oder verstorbenen Kindern kümmert.

Erster Halt am Hessenturm 

Schon bei ihrem ersten Halt am Hessenturm in Niedenstein konnte man die Freude spüren, mit der die Studentinnen dieses Unternehmen angehen. Mit leuchtenden Augen erzählen sie von ihren Planungen, mittels Facebook und Instagram ihren Eindrücke zu publizieren, in Hängematten zu übernachten und mit Ukulele und Skizzenblock ihre Emotionen kreativ zu verarbeiten.

Neele ist Veganerin, Joselyn isst gerne Fleisch. So mussten sie einen Essensplan erstellen, der beiden gerecht wurde. Kein Problem, sie haben ja genug Zeit, die Vor- und Nachteile der jeweiligen Ernährung auf der Wegstrecke zu diskutieren.

Elf Kilogramm schwere Rucksäcke 

Am Hessenturm wartete Bürgermeister Frank Grunewald mit einem Spendenbescheid über 120 Euro und bekundete seine Begeisterung für dieses Projekt. Nach einem kurzen Gespräch, einem Muffin, einem Energieriegel und einem Glas Wasser schulterten Grimm und Rother ihre elf Kilogramm schweren Rucksäcke und marschierten weiter. Für den noch zu verbleibenden Tagesmarsch nach Kirchberg zum Campingplatz Weißenthalsmühle gesellte sich das Ehepaar Knieling hinzu, was von den Pilgerpfad erprobten Frauen gewünscht wurde.

Andreas Köthe

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