Auf Buckelpiste in die Stadt

Straße zwischen Niedenstein und Großenritte stark beschädigt

Schlagloch reiht sich an Schlagloch: Die Straße zwischen Niedenstein und Großenritte ist stark beschädigt. Das Parlament fordert eine Reaktion von Hessen Mobil.
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Schlagloch reiht sich an Schlagloch: Die Straße zwischen Niedenstein und Großenritte ist stark beschädigt. Das Parlament fordert eine Reaktion von Hessen Mobil.

Es holpert, es ruckelt, es ist gefährlich: Die Straße zwischen Niedenstein und Großenritte ist stark beschädigt. Eine Reparatur hat Hessen Mobil aber nur auf einem Abschnitt geplant.

Niedenstein – Es holpert, es ruckelt, es ist nicht ungefährlich: Die Straße zwischen Niedenstein und Großenritte hat ihre besten Tage hinter sich. Bereits im November hatte das Niedensteiner Parlament bei Hessen Mobil auf den schlechten Zustand der Straße hingewiesen. In deren Sanierungsoffensive ist aber nur der Abschnitt zwischen dem Niedensteiner Ortsausgang und dem Abzweig nach Ermetheis vorgesehen.

„Man kann die Straße als die Lebensader Niedensteins bezeichnen“, sagt Manfred Dittmar. Jeder aus Niedenstein, der nach Kassel will, müsse diese Verbindung nutzen. Und tatsächlich: Beim Ortstermin fahren immer wieder zahlreiche Autos vorbei. Auch die Buslinie 54 nutzt die Strecke, sie fährt einmal stündlich. Zusätzlich werde die Verbindung von vielen Fahrradfahrern genutzt, die im Sommer an die Arbeit radelten.

Schlaglöcher stellen eine Gefahr für die Sicherheit der Autofahrer dar

Ungefährlich ist das jedoch nicht: Besonders im Abschnitt, der im Wald liegt, ist die Straße übersät von Schlaglöchern. Im Spiel aus Licht und Schatten sei für Autofahrer oft nur schwer zu erkennen, ob es sich bei einer dunklen Stelle um ein Schlagloch oder lediglich einen Schatten handele, sagt Thomas Hübel. Sei dort zusätzlich ein Radfahrer unterwegs, werde es erst recht unübersichtlich.

„Die Strecke ist von Großenritte aus als Radweg ausgeschildert“, sagt Dittmar und Hübel fügt hinzu: „Man kann im Wald nur schwer erkennen, ob ein Radfahrer nicht auch einem Schlagloch ausweichen muss, wenn man an ihm vorbei fährt.“ Die beiden FWG-Fraktionskollegen sehen darin eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer. „Und der Verkehr nimmt ständig zu“, berichtet Dittmar. Der Winter habe zu weiteren Schäden auf der Strecke geführt.

Nach Antrag an Hessen Mobil ist noch nichts passiert

Um die Gefahr von möglichen Unfällen zu mindern, hatten im vergangenen Jahr alle Niedensteiner Fraktionen gemeinsam eine Anfrage an Hessen Mobil gestellt. Sie forderten die Sanierung der Landesstraße sowie den Ausbau eines Radweges zwischen Niedenstein und Großenritte.

Passiert ist bisher nichts. „Das stört uns“, sagt Dittmar. Laut Mitteilung von Hessen Mobil sei nur der Streckenabschnitt zwischen Niedenstein und dem Abzweig Ermetheis in der Sanierungsoffensive, die bis 2025 abgeschlossen sein soll. Ein Streckenteil, der auf den ersten Blick deutlich weniger stark beschädigt scheint, als die anderen Abschnitte.

„Zu dem wirklich schlimmen Teil im Wald haben wir keine Aussage bekommen“, so Dittmar.

Straßenschäden: Noch keine Info zur Sanierung

Hessen Mobil befährt nach eigenen Angaben alle Landesstraßen in regelmäßigen Abständen mit Messfahrzeugen und erfasst so die Zustandsdaten. Die Auswertung dieser Daten bildete die Entscheidungsgrundlage für Notwendigkeit und Dringlichkeit von Sanierungen.

Während ein großer Teil der Strecke nicht in der Sanierungsoffensive enthalten ist, in die das Land bis 2025 930 Millionen Euro investiert, soll der Abschnitt von Niedenstein bis zum Abzweig Ermetheis erneuert werden. Ein Abschnitt, der zumindest oberflächlich keine sichtbaren Schäden aufweist. Dieser Streckenabschnitt ist aber Teil der Offensive, „weil dieser am schlechtesten bewertet wurde“, sagt Sprecher Hellwig Kamm.

Stärker beschädigter Abschnitt der Straße zwischen Niedenstein und Großenritte kann nicht vorgezogen werden

Vorgezogen werden könne die Sanierung des stärker beschädigten Abschnitts nicht. Bis zum Jahr 2025 gebe es 1138 Bauvorhaben zur Sanierung der Landesstraßen in Hessen. „Dennoch können nicht alle vermeintlich schlechten Strecken gleichzeitig erneuert werden“, teilt Kamm auf HNA-Anfrage mit. Bei der Auswahl, wann und ob ein Abschnitt saniert wird, spielten neben dem allgemeinen Zustand unter anderem auch Kriterien wie Verkehrsfrequenz, Schwerlastanteil, regionale und überregionale Bedeutung eine Rolle.

Wie lange sich die Niedensteiner bis zur Sanierung der Straße noch gedulden müssen, konnte Hessen Mobil auf Anfrage nicht beantworten: „Zur Sanierung des angesprochenen Streckenabschnittes kann noch keine konkrete Aussage getroffen werden.“ Man versichere aber, dass die Straßenmeistereien alles täten, um die Strecke im verkehrssicheren Zustand zu erhalten, teilt Kamm weiter mit. (Chantal Müller)

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