Zwei Millionen Euro im Haushalt vorgesehen

Tennisclub in Niedenstein wird zur Kita umgebaut

Das Domizil des Tennisclubs soll zu Betreuungsplätzen umgebaut werden, der Tennisclub erhält daneben ein Tiny-House als neuen Aufenthaltsort während des Spielbetriebs.
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Kreative Lösung in Niedenstein: Das Domizil des Tennisclubs soll zu Betreuungsplätzen umgebaut werden, der Tennisclub erhält daneben ein Tiny-House als neuen Aufenthaltsort während des Spielbetriebs.

Niedenstein – Während der Bedarf an Betreuungsplätzen für die jüngsten Stadtbewohner steigt, sinken beim Tennisclub Niedenstein die Mitgliederzahlen, das Clubhaus steht weitgehend leer. Dies soll sich nun ändern.

Einstimmig haben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag beschlossen, das Tennisclub-Gebäude für Krippen- und Kindergartenplätze umzubauen.

Zwei Millionen Euro sind im Haushalt der Stadt für den Neubau einer Kindertagesstätte vorgesehen. Davon sollen rund 370 000 Euro für den Umbau des Tennisclub-Gebäudes zu Betreuungsplätzen genutzt werden. In dem Tennisclub-Haus soll zwischenzeitlich eine Krippengruppe unterkommen. Später, wenn der Neubau steht, soll hier eine altersübergreifende Regelgruppe für Kindergartenkinder untergebracht werden. Eine Anbindung an den benachbarten Kindergarten Frechdachse könne über ein gemeinsames Außengelände erfolgen, hieß es in er Sitzung.

Durch die Umnutzung des städtischen Gebäudes soll der Tennisclub nicht ganz ohne ein Zuhause dastehen: Rund 20 000 Euro sind vorgesehen für ein so genanntes Tiny-House – ein Gartenhaus als neues Clubdomizil und Aufenthaltsort während des Spielbetriebs auf dem Außenglände des Grundstücks, sagte Bürgermeister Frank Grunewald gegenüber der HNA. Die Kosten für alle erforderlichen Umbauarbeiten des Club-Gebäudes betragen laut aktueller Kostenschätzung insgesamt rund 242 000 Euro.

Um das Gebäude langfristig als Betreuungsort nutzen zu können, soll das Haus zudem von außen gedämmt und das Dach neu eingedeckt werden – rund 79 000 Euro zusätzlich. Darüber hinaus wurden in das Umbaubudget die zu erwartenden Baunebenkosten in Höhe von rund 15 Prozent, rund 48 000 Euro, mit einkalkuliert. Dies summiere sich auf Baukosten in Höhe von 370 000 Euro, so der Verwaltungschef.

Dies sei immer noch etwa 15 Prozent günstiger als ein Neubau in entsprechender Größe, so die Vorlage aus dem Bauamt der Stadt. (Kerstin Diehl)

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