Schwalm-Eder: NVV erweitert Angebot

Die nordhessische Verkehrswende nimmt trotz Corona-Pandemie Gestalt an

Zwei Fahrgäste stehen am Bahnhsteig vor einem roten Zug der Deutschen Bahn.  Die Frau im roten T-Shirt trägt eine Einkaufstüte, der Mann neben ihr eine Reisetasche.
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NVV setzt auf Verkehrswende in Nordhessen: Fahrplanänderungen ab Sonntag, 13. Dezember, sollen für bessere Anbindungen sorgen. 

Der NVV setzt trotz der Corona-Pandemie auf Verkehrswende in Nordhessen. Die Fahrplanänderungen ab Sonntag, 13. Dezember, sollen für bessere Anbindungen im Bus- und Schienenverkehr sorgen.

Schwalm-Eder – Damit nimmt die nordhessische Verkehrswende immer mehr Gestalt an. Im regionalen Schienenverkehr wurden verschiedene Verbesserungen umgesetzt – auch im Schwalm-Eder-Kreis.

So gibt es laut Pressesprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV) Sabine Herms jetzt beispielsweise eine neue, stündliche Buslinie zwischen Fritzlar und Wolfhagen. Außerdem wird die viel genutzte Fuldatalbahn durch die Regionalexpresslinie RE5 ergänzt. Beide Linien überlappen sich und ergeben somit für Melsungen, Rotenburg an der Fulda, Bebra und Bad Hersfeld montags bis freitags einen 30-Minuten-Takt von und nach Kassel.

Hervorzuheben sei hier die morgendliche neue umsteigefreie Direktverbindung von Melsungen und Rotenburg an der Fulda über Bebra, Bad Hersfeld und Fulda nach Frankfurt am Main mit Doppelstockzügen.

Auch der Bahnverkehr zwischen Kassel und Bad Wildungen wird durch die neue Regionalexpresslinie RE39 ergänzt. Die beschleunigten Fahrten zwischen Bad Wildungen und Kassel bieten eine 20 Minuten verkürzte Reisezeit. Neue Frühzüge gibt es auf der Linie RB39 (Bad Wilddungen – Wabern) und RB38 (Treysa – Kassel). „Viele Pendler sind schon zu dieser Uhrzeit unterwegs“, sagt Herms.

Neben dem Schienenverkehr gibt es auch Veränderungen im RegioTram-Verkehr sowie im Bus- und AST-Verkehr. Bei der beliebten Buslinie 500 zwischen Kassel und Bad Wildungen gibt nun eine zusätzliche Fahrt um die Mittagszeit – ohne Halt in Gudensberg.

Der NVV spürt laut Herms erneut die Auswirkungen der Corona-Pandemie, wenn auch der Einbruch bei den Fahrgastzahlen nicht mehr so groß wie im Frühjahr sei. Und: „Auch bei einem harten Lockdown werden wir das Angebot aufrechterhalten, sagt Herms. (Christina Zapf)

Schwalm-Eder: Zusätzliche Verbindungen des NVV

Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) baut sein Angebot zum Fahrplanwechsel ab dem 13. Dezember bei Bus und Bahn aus. Die wichtigsten Neuerungen für den Kreisteil im Überblick.

Schwalm-Eder: Zusätzliche Verbindungen des NVV im Schienenverkehr

• RB39: Zwei zusätzliche Fahrten von Wabern nach Bad Wildungen um 17.48 Uhr und 19.48 Uhr ermöglichen montags bis freitags als Anschluss auf den RE98 von Kassel nach Wabern am späten Nachmittag eine stündliche Reiseverbindung zwischen Kassel und Bad Wildungen.

• RB39: Ein neuer Frühzug mit Abfahrt in Bad Wildungen um 4.37 Uhr nach Wabern, mit Ankunft 5.03 Uhr, bietet in Wabern Anschluss an die Regionalexpresslinie RE30 nach Frankfurt.

• RE30: Der Zug fährt von Frankfurt über Schwalmstadt-Treysa, Wabern, Kassel-Wilhelmshöhe nach Kassel Hauptbahnhof mit Abfahrt 5.12 Uhr. Ankunft Kassel Hauptbahnhof 5.53 Uhr.

In Wabern ermöglicht dieser Zug zudem Anschluss an einen weiteren neuen Frühzug der Regionalbahnlinie RB38.

• RB38: Die Linie verkehrt von Schwalmstadt-Treysa über Wabern, Kassel-Wilhelmshöhe, Kassel Hauptbahnhof, mit Abfahrt 5.13 Uhr. In Treysa besteht Anschluss an den Regionalexpress RE30, mit Abfahrt 6 Uhr, nach Frankfurt mit Ankunft um 7.40 Uhr.

• RE/RB39: Die beschleunigten Fahrten der RB39 zwischen Bad Wildungen und Kassel, die in der Hauptverkehrszeit jetzt eine um 20 Minuten verkürzte Reisezeit bieten, werden nun als RE39 bezeichnet.

Schwalm-Eder: Zusätzliche Verbindungen des NVV im Bus- und AST-Verkehr

• Linie 151: Die Linie von Fritzlar über Naumburg/Bad Emstal nach Wolfhagen bietet ein neues, stündliches Verkehrsangebot zwischen Fritzlar und Wolfhagen.Dabei wird im zweistündlichen Wechsel Bad Emstal beziehungsweise Naumburg angefahren.

• Linie 400: Die Linie von Hessisch Lichtenau über Spangenberg, Melsungen Felsberg und Wabern nach Fritzlar bedient nun zu einigen Schichtzeiten die neuen B.Braun-Werke in Spangenberg. Neu eingerichtet wurde dort die Haltestelle Dörnbach.

• Linie 500: In der stark nachgefragten Mittagszeit wird auf der Linie von Kassel, über Gudensberg, Fritzlar und Edertal nach Bad Wildungen eine zusätzliche Fahrt von Kassel Fraunhofer-Institut, mit Abfahrt 13.24 Uhr, direkt nach Fritzlar angeboten – ohne Halt in Gudensberg.

Ab der Fritzlar Allee gibt es eine zusätzliche Fahrt um 14.28 Uhr nach Kassel mit Halt in Gudensberg.

Kontakt: NVV-Service Tel. unter 08 00/ 9 39 08 00.

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