Publikum feierte zum roten Pferd

Open-Air-Arena: Mehr als 100 Autos bei der XXL-Malle-Party in Homberg

Feierten in erster Reihe mit: von links Claud ia Stieglitz-Otto, Franziska Diehl, Michaela Trömner, Lena Ulrich, Alicia Otto, Marco Riemenschneider, Justine Trömner und Isabell Haase. Fotos: Peter Zerhau

Mehr als 100 Autos standen am Samstagabend in der Schlange vor der Open-Air-Arena in Homberg. Es stieg die XXL-Malle-Party unter anderem mit Markus Becker. 

Weg mit den Alpen, freie Sicht aufs Mittelmeer – so hätte die Losung am Freitag für die XXL-Malle-Party in der Homberger Open-Air-Arena lauten können. Schon eine halbe Stunde früher als geplant wurden die ersten Autos hereingewunken. Da hatte sich bereits eine lange Schlange gebildet.

Zum Schluss wurden mehr als hundert Autos gezählt, teilte das Veranstaltungsteam mit. Vor Bühne und Filmleinwand wurde in lockeren Zehnerreihen geparkt. Viele hatten ihre PS-Lieblinge mit Blinklichtbändern, Blumenketten, Fähnchen und Luftschlangenresten von Silvester geschmückt. Dazu kamen LED-Stäbe, die direkt vor Ort gekauft werden konnten. Die Stimmung stieg aus dem Nichts von Null auf Hundert. Bald wirkte fast jedes Autodach wie eine Ministrandbar voller abgestellter Dosen, Flaschen und Longdrinkgläsern.

Auf ihn hatten sich alle gefreut: Markus Becker.

Lena Ulrich und Marco Riemenschneider waren aus dem Knüllwald angereist. Hätten nicht auf dem Rücksitz bequem alte Verwandte mitgenommen werden können? Nein, hieß es, der Opa ist der Ortspfarrer mit anderen Interessen. „Uffseher“ stand auf den gelben Warnwesten der Einweiser. Würden sie auch die berühmten Sangria-Eimer ans Auto bringen? Nein, das gebe nur Sauereien. Selbst auf den Balearen ist das nicht mehr erwünscht.

Aber es wurden im Eilschritt Bacardi Mojito, Bombay Dry, oder Popcorn quer über den Platz serviert. Wenn auf der Insel der Sand im Bikini knirschte, war es hier süßes Popcorn auf den Hintersitzen. Isabell Vaupel und Marike Berg waren vergangenes Jahr life im „Bierkönig“. Etwas wehmütig trugen sie die von dort mitgebrachten, originalen T-Shirts. Ob es jemals wieder so wird? In Homberg spiegelte sich die Abendsonne golden in den Fenstern der stillgelegten Kasernen. Schöner war damals der Blick übers Meer wohl auch nicht.

Mehr als 100 Autos standen bei der XXL-Malle-Party in mehreren Reihen. Es wurde auch auf den Dächern gefeiert.

Doch nun schmiss DJ Robin die Kiste an und die Menge begann zu hüpfen. Der Boden, auf dem einst Soldaten robbten, begann friedlich zu beben. Über der Leinwand gab es die Werbung zu lesen: Leben-Sparen-Dabeisein.

Über das Mittlere ging jeder hinweg. Immerhin war die Party hier doch etwas billiger als in der Ferne. Unter anderem hieß es: „Zeig mir deine Hupen.“ Endlich fegte mit Knalleffekt der heiß ersehnte Kevin Reumann über die Bühne. Nun hieß es Blinken links, rechts, Fernlicht an, aus und wieder die Hupe. Rick Arena, zweiter Auftritt des Abends, sprang mit elegantem Satz auf die Schrottkarre vor der Bühne. Marry war bereits da und den Schluss der Party läutete Markus Becker ein. Begeistert sang das Publikum mit. Lauter als in jedem Mietshaus erlaubt. Doch wer die Malle-DNA hat, kann nicht anders.

Die Stimmung blieb auf hohem Niveau. Nicht zuletzt, weil die Frauen deutlich in der Mehrheit waren. Und weil alle dasselbe Gefühl zeigten: Eins kann mir keiner nehmen und das ist die pure Lust am Leben.

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