Seifenkistenrennen mit verrückten Konstruktionen in Fritzlar

Unterstützung: Hunderte Besucher haben die Rennen verfolgt und die Fahrer angefeuert. Foto: Zerhau

Fritzlar. Die 2. Auflage des Fritzlarer Seifenkistenrennens war ein riesengroßer Erfolg. Mit 30 Startern war das Feld sehr gut besetzt, dazu kamen noch rund 32 Bobbycar-Piloten.

Der Wettergott hatte es mit den 30 Seifenkistenpiloten und deren Fans auch sehr gut gemeint. Vom ersten freien Training bis hin zum letzten Start blieb es trocken.

Das lockte natürlich mehrere hundert Besucher an die Rennstrecke vom Amtsgericht bis hinunter zum Berliner Platz. Die Piloten wurden lautstark angefeuert. Am Start waren die tollsten und verrücktesten Konstruktionen, vom klassischen Flitzer mit Holz oder transparenter Kunstglashülle über die hölzerne Variante bis hin zur Pappverkleidung, wie sie Vassili Janke an seinem Batmobil verbaut hatte.

Den Zuschauern am besten gefallen hat das Piratenschiff-Seifenkistenmobil von Hermann Brede, der beim Rennen in eine Schwarzpulverwolke gehüllt ins Rennen ging. Traditionell mit einem Rettungswagennachbau ging das Team vom Fritzlarer Deutschen Roten Kreuz an den Start. Jan Beyer, Moritz Genau und Maik Rockensüß hatten das Gefährt mit Blaulicht und Sirene ausgestattet. Christina Ebert hatte dazu für das Team die passenden Shirts kreiert.

Volle Konzentration

Neben den Erwachsenen und Jugendlichen hatten auch die jüngsten Starter beim Bobbycar-Rennen ihren Auftritt. Vorschriftsmäßig mit Helm wie alle Starter und vollster Konzentration ging es den Berg hinab. Was die schnellste Zeit bei den Seifenkisten anging, hatte das Team vom Motorsportclub Fritzlar die Nase vorn, dicht gefolgt von der Seifenkiste der Korbacher Berufsschule.

Im ersten Promi-Rennen gewann Bürgermeister Hartmut Spogat im transparent verkleideten Renner gegen Stadtprinz Marco Faupel, im zweiten Rennen fuhren Stadtrat Claus Reich und Sparkassendirektor Jürgen Bubenhagen gegeneinander. Hier hatte der Banker dem Stadtrat den Vorrang gelassen. Chef-Organisator Dirk Beyer von der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule war voll zufrieden. In diesem Jahr, so Beyer, habe man mit der Anne-Frank-Schule und der Ursulinenschule kooperiert und das zweite Seifenkistenrennen zusammen durchgezogen. Von den drei Schulen waren insgesamt 50 Helfer im Einsatz, dazu Reinhard Hummels von der Stadt Stromberg, der die Rennen startete und das Start- und Zeitnehmer-Equipment mitgebracht hatte.

Flitzer beim Seifenkistenrennen in Fritzlar

Wie Bürgermeister Hartmut Spogat bei der Begrüßung sagte, werde es wohl im kommenden Jahr eine dritte Auflage geben. Da können jetzt schon die Planungen für weitere kreative Seifenkisten ausgegraben werden.

Von Peter Zerhau

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