Schwalm-Eder: Zwei der deutschen Pfarrer um die 70 Jahre alt

Priestermangel: Katholische Kirche setzt auf Ausländer

Schwalm-Eder. Auf die Katholiken im Schwalm-Eder-Kreis kommen Einschnitte zu. Gottesdienste werden wegfallen, und die Wege zu den Kirchen werden länger:

Von zwölf katholischen Pfarrern im Schwalm-Eder-Kreis kommen jetzt schon sechs aus dem Ausland. Zwei der deutschen Pfarrer sind bereits um die 70 Jahre alt. Die katholische Kirche reagiert auf den Priestermangel.

Künftig werden die Priester noch größere Gebiete und mehr Gläubige zu betreuen haben, sagt Christof Ohnesorge, Sprecher des Bistums Fulda. Außerdem bedeute dies, dass Gottesdienste gestrichen werden, jedenfalls solche mit Eucharistiefeier (Abendmahl). Denn nur geweihte Priester können den Abendmahl-Gottesdienst vornehmen, sagt Ohnesorge.

Schon jetzt werden in einigen Kirchengemeinden statt der Heiligen Messe Wortgottesdienste gehalten. Diese können auch von einem Diakon oder Gemeindereferenten geleitet werden.

„Wir werden damit leben müssen, dass es weniger Priester gibt und die immer größere Gebiete haben“, sagt auch Gudensbergs Gemeindereferent Hubert Ziegler. Er ist sich aber auch sicher, dass es mittelfristig keine Unterversorgung in der seelsorgerischen Arbeit geben wird, denn auch die Zahl der Gemeindemitglieder sinkt kontinuierlich.

In den vergangenen Jahren schloss und verkaufte die katholische Kirche Gotteshäuser in Niederbeisheim, Remsfeld, Kleinenglis, Nassenerfurth, Hebel und Wernswig. Die Zahl der Gläubigen im Bistum sinkt im Jahr durchschnittlich um 4000 – derzeit sind es insgesamt 413 000. Im Dekanat Fritzlar, dass den Schwalm-Eder-Kreis umfasst, sind es zurzeit 23 000 Katholiken.

Einer von ihnen ist Roman Warnecke, noch Diakon in Homberg und bald Priester. Mit seiner mutigen Sprache verkörpert er eine neue Generation und spricht im HNA-Interview über Familie und Sex vor der Ehe.

Das Interview lesen Sie am Samstag in den gedruckten HNA-Ausgaben des Schwalm-Eder-Kreises.

Rubriklistenbild: © dpa

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