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Projekt in Homberger Altstadt: Die Krone wird teurer

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Von: Lea Beckmann

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Die Homberger Stadtverordneten beraten heute über die Budgetanpassung des Gasthauses Krone in Homberg.
Die Homberger Stadtverordneten beraten heute über die Budgetanpassung des Gasthauses Krone in Homberg. © Chantal Müller

Es ist ein holpriges Projekt: das ehemalige Gasthaus Krone in der Homberger Altstadt. Die Stadtverordneten stimmen nun über die Erhöhung des Umbau-Budgets ab.

Homberg – Das ehemalige Gasthaus Krone in der Homberger Altstadt, einst Hessens ältestes Gasthaus, wird derzeit barrierefrei umgebaut und soll in einen zeitgemäßen Zustand gebracht werden. Die Krone werde, anders als geplant, dieses Jahr nicht mehr fertig, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz.

Es sei nicht entscheidend, ob es nun Dezember oder Februar werde, wichtig sei, „dass es vernünftig fertiggestellt wird“, so Ritz. Ein Grund für die Zeitverzögerung: die Erhöhung des Budgets. Diese hat das Projekt im Zeitplan nach hinten versetzt, denn darüber müssen erst die Stadtverordneten am Donnerstag, 20. Oktober, entscheiden.

Dabei geht es um 515 000 Euro, die von der Stadt als Eigenleistung aufgebracht werden müssen. Ursprünglich veranschlagt waren für die Sanierung 678 000 Euro. „Die Kosten haben sich in der Planung verdoppelt – es wurde mehr gemacht als ursprünglich geplant“, sagt Ritz. Zudem sei die Krone in Teilen in einem „schlechten Zustand“ gewesen.

Umbau von ehemaligem Gasthaus Krone in Homberg

In der Sitzung im Juni hatten die Stadtverordneten beschlossen, die Entscheidung über die Kostenerhöhung zu vertagen. Sie wollten von dem Architekten zunächst Einsparmöglichkeiten ermitteln lassen. Doch steht nun wohl fest, dass es keine großen Sparmöglichkeiten gibt, weil alle Sanierungsarbeiten langfristig sinnvoll und somit notwendig seien.

Der aktuelle Plan sieht nun folgendes vor: Die Ausstattung der Krone – also die Küche, das Geschirr, die Theke und die Bestuhlung – soll ein eigenständiges Teilprojekt im Jahr 2023 werden. Für dieses Projekt solle möglichst Geld über das Förderprogramm Leader fließen.

Auch die Sanierung der Fassade, der Fenster und die Neugestaltung der hinteren Außenanlagen sollen als Teilprojekt 2025 umgesetzt werden. Dafür könnte dann, so schlägt es die Verwaltung vor, geprüft werden, ob eine Förderung durch das Landesamt für Denkmalpflege insbesondere für die Fassadensanierung möglich ist. Über die eigenständigen Teilprojekte solle zu gegebener Zeit beraten werden.

Gasthaus Krone: Umbau ist teurer als geplant

„Es war und ist schwierig Mensch und Material auf die Baustelle zu bekommen“, erklärt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Vor allem die Bodenbelagsarbeiten hätten lange gedauert. Und bei den Ausschreibungen für die Bauaufträge gab es Probleme. „Die Ausschreibungen verliefen holprig, entweder hat sich niemand gemeldet oder es waren wirtschaftlich nicht annehmbare Angebote dabei“, sagt Ritz.

Das habe alles zu einem größeren zeitlichen Verzug beigetragen. Der Magistrat musste wegen der erfolgten Ausschreibungen auch schon überplanmäßige Ausgaben in Höhe von ungefähr 62 000 Euro beschließen – für Elektro-, Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär-, und Estricharbeiten.

Langsam steuern die Bauarbeiten aber nun tatsächlich auf das Ende zu. Für die nächsten Monate stehen unter anderem noch Steinarbeiten im neuen Treppenhaus an. Und der Feinschliff. Dazu zählt zum Beispiel der Innenanstrich oder die Sanierung der Holzfußböden.

Ehemaliges Gasthaus Krone soll soziokulturelles Zentrum werden

Wenn die Krone dann fertig ist, soll sie allen Hombergern zur Verfügung stehen. „Das Haus soll als soziokulturelles Zentrum funktionieren“, sagt der Bürgermeister. Das bedeutet, dass es ein Anlaufpunkt für alle Generationen unabhängig von deren sozialer Situation sein soll.

Die Krone soll an sieben Tagen geöffnet sein. Zudem soll es einen Restaurantbetrieb geben mit einem Mittagsangebot zu moderaten Preisen an fünf Tagen in der Woche. „Das obere Geschoss soll eine Kulturetage werden und für Vereine zur Verfügung stehen“, sagt Ritz. (Lea Beckmann)

Die öffentliche Sitzung der Homberger Stadtverordneten findet am Donnerstag, 20. Oktober, ab 19 Uhr in der Homberger Stadthalle statt. Die Sitzung kann auch online unter homberg-efze.de live verfolgt werden.

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