Bilanz der Polizei - Zahl der Straftaten fast unverändert

Quote der Aufklärung liegt bei 63,2 Prozent

Schwalm-Eder. Im Schwalm-Eder-Kreis leben die Menschen sicher. Unsicher ist der Landkreis nur für die Ganoven. Denn von den 8021 Delikten der Kriminalitätsstatistik des vergangenen Jahres, wurden 63,2 Prozent aufgeklärt. Damit liegt die Polizeidirektion Schwalm-Eder hessenweit auf dem zweiten Platz.

Bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik für den Landkreis sprach Nordhessens Polizeipräsident Wilfried Hennig von einer exorbitanten Quote. Oliver Kusan, Leiter der Polizeidirektion Schwalm-Eder, führte den Erfolg unter anderem auf technische Verbesserungen bei den Ermittlungen zurück. Noch vor 16 Jahren lag die Aufklärungsquote in Nordhessen bei 38 Prozent, heute liegt sie um fast 20 Prozentpunkte höher – bei 58 Prozent.

Rein statistisch gesehen gab es im vergangenen Jahr in Nordhessen 51 884 Verbrechen. Auf den Schwalm-Eder-Kreis entfallen davon 8021. Umgerechnet bedeutet das: 15,4 Prozent aller Straftaten in Nordhessen wurden im Schwalm-Eder-Kreis verübt.

Während sich die Zahl der Straftaten in den vergangenen Jahren kaum veränderte, registrierte die Polizei deutliche Veränderungen bei der Art der Delikte, erklärte Achim Kaiser, Leiter der Kriminalinspektion Schwalm-Eder.

Während Betrug und Diebstahl noch vor zehn Jahren die Hälfte der Delikte ausmachten, liegt der Anteil heute nur noch bei einem Drittel. „Die Kriminalität ist breiter geworden“, kommentierte Achim Kaiser.

Sorgen bereiten den Experten politisch motivierte Gewalttaten. Insgesamt wurden im vorigen Jahr 112 Straftaten registriert: 77 wurden von Rechten, 21 von Linken verübt. Nach Darstellung von Kaiser ist die Steigerung der Fallzahlen - 84 Fälle in Jahr 2006, 57 (2007) und 67 (2008) - nahezu ausschließlich auf die Freien Kräfte Schwalm-Eder zurückzuführen.

Von Rainer Schmitt

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