Zur Not Mindestlohn einklagbar

DGB hat Hotline zum Thema Mindestlohn eingerichtet

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Schwalm-Eder. Mehr als sieben Prozent der Beschäftigte im Schwalm-Eder-Kreis werden nach Angaben des DGB Kreisverbandes Schwalm-Eder vom Mindestlohn profitieren.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte am Sonntag im Landkreis einen Aktionstag gestartet und an mehren Orten Informationsmaterial verteilt. Außerdem ist eine so genannte Mindestlohn-Hotline geschaltet worden.

Seit 1. Januar gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Nach DGB-Berechnungen mussten Ende 2013 im Schwalm-Eder-Kreis über 2200 Vollzeitbeschäftigte mit weniger als 8,50 Euro Stundenlohn auskommen (Bruttoverdienst bis zu 1500 Euro/Monat).

Das heißt nach Einschätzung des DGB: Etwa 7,5 Prozent der insgesamt 30.000 Vollzeitbeschäftigten im Landkreis würden von der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns profitieren. Neuere Zahlen liegen nicht vor. Der Anteil der Frauen, die brutto weniger als 1500 Euro im Monat verdienen, liege bei über 15 Prozent.

Bei den etwa 15.600 sozialversicherten Teilzeitbeschäftigten und den 14.100 Minijobbern sei die Zahl derer, die vom Mindestlohn profitieren, noch größer.

Wichtig sei eine wirksame Überwachung, meint der DGB-Kreisvorsitzender Andreas Fritsch: „Einige Arbeitgeber versuchen mit allen Tricks den Mindestlohn zu umgehen. Das ist kein Kavaliersdelikt.“ Wer gegen das Mindestlohngesetz verstoße, müsse mit Geldbußen bis zu 500.000 Euro rechnen. Beschäftigte, denen der Mindestlohn vorenthalten werde, könnten bis zu drei Jahre später Klage einreichen.

Die Hotline des DGB ist seit dem 2. Januar 2015 geschaltet und dient Ratsuchenden mit ersten Informationen über das neue Mindestlohngesetz. Erreichbar ist die Hotline unter 0391/4088003  (Ortstarif) von Montag bis Freitag 7 bis 20 Uhr und Samstag 9 bis 16 Uhr. (red)

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