Hülsaer setzen Hütten rund ums Dorf instand

Sie schaffen Schutz vor Wind und Wetter

Hämmern für die Hütten: Reiner Fröhlich, Friedhelm und Rainer Krause (von links) vor der Ferdinand-Kersting-Hütte, oberhalb von Rückersfeld, die nun repariert wurde. Foto: Thiery

Rückersfeld. Sie haben es sich auf die Fahnen geschrieben, die Schutzhütten rund um Hülsa wieder auf Vordermann zu bringen: Rainer und Friedhelm Krause, auch liebevoll die Krausebrüder genannt, war der marode Zustand vieler Schutzhütten aufgefallen. Die Hütten, die in den 70er-Jahren aufgestellt worden waren – jener Zeit, in der der Tourismus nur so boomte – waren im Laufe der Jahrzehnte marode geworden.

Rainer und Friedhelm Krause zusammen mit den Mitgliedern des Hülsaer Heimat- und Verkehrsvereins dabei, die Dächer und Holzkonstruktionen wieder auf Vordermann zu bringen.

Dafür ist aber nicht nur die Arbeitskraft der Männer gefragt, sondern auch Geld fürs Material. Es bedarf rund 40 Arbeitsstunden, um eine Hütte wieder in einen ansehnlichen Zustand zu versetzen, das Geld, das se dafür benötigen, kommen meist durch Spenden zusammen. Bis zu 700 Euro fallen dabei je nach Zustand der Hütten an.

Im August fand eigens dafür ein Hüttenfest an der der Homberger Hütte zwischen Steindorf und Leuderode statt, bei dem die Silberbergmusikanten kostenlos aufspielten. Der Erlös aus dem Fest wurde nun in die Renovierung der Ferdinand-Kersting-Hütte investiert. Sie bekam ein neues Dach aus Blech, das Schild wurde renoviert und einige Balken wurden ausgetauscht. Ein Orkan Kyrill hatte sie vor drei Jahren schwer beschädigt, damals war sie schon einmal notdürftig repariert worden. Nun, nach Abschluss der Arbeiten, findet der Wanderer dort einen guten Rast- und Schutzplatz. Bei gutem Wetter kann er den weiten Blick in die Landschaft genießen, der bis nach Borken und sogar bis zum Edersee reicht.

Die Ferdinand-Kersting-Hütte ist aber nur eine von insgesamt acht, die rund um Hülsa stehen. Das bedeutet, dass die Reparaturen noch andauern: Als nächstes soll die Ebig-Hütte komplett in die Lochbachklamm verlegt werden, die Bilstein Hütte soll ein neues Dach bekommen. Dafür werden auch im kommenden Jahr die Silberbergmusikanten wieder auftreten, um die Hüttenbauer musikalisch und finanziell zu unterstützen. (zty)

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