Autobahn bei Völkershain: Wasserqualität der Efze soll verbessert werden

Schnelle Lösung gefragt

Unbefriedigende Situation an der Autobahn bei Völkershain: Das Wasser von der stark befahrenen A 7 wird hier ungeklärt in die Efze geleitet. Foto: Thiery

Knüllwald. Wahre Sturzbäche ergießen sich bei starkem Regen – ungefiltert – von der Autobahn bei Völkershausen in die Efze. Das soll nun geändert werden. Die Gemeinde Knüllwald will einen Vertrag mit dem Land abschließen, in dem die Renaturierung der Efze zwischen Völkershain und Holzhausen geregelt wird. Investitionen von 890 000 Euro sind erforderlich. Das Parlament stimmte zu, allerdings mit der Einschränkung, dass die Gemeindevertretung über jeden einzelnen Bauabschnitt entscheidet. Grund sei das späte Vorliegen des Vertrages.

Hans-Heinrich Laabs (UKW): „Ich habe das eben erst gesehen, wie soll ich da jetzt zustimmen“, fragte er. Das sei ein Schnellschuss.

Hochwasserschutz

Der Originalvertrag sei erst am Tag der Sitzung eingetroffen, fügte Bürgermeister Jörg Müller an. Das Ganze müsse noch in diesem Jahr beschlossen werden, damit das Geld zur Verfügung stehe. Die Gemeinde diskutiere schon lange über die Renaturierung an der Efze. Es gehe auch um die Wasserqualität und den Hochwasserschutz. Es liege bereits ein Gutachten vor, das Grundlage für die weitere Planung sei.

Das Wasser von der A 7 stelle eine hohe Belastung für die Efze dar. Es sei eigentlich Aufgabe des Bundes, diesen Missstand zu beheben, da er Eigentümer der Autobahn sei. Das Land übernehme daher die gesamten Kosten. „Umsetzen müssen wir es aber“, sagte Müller. „Das ist viel Geld, wir werden umsichtig damit umgehen müssen.“

Laabs stand der Sache dennoch kritisch gegenüber. Das Auffangbecken von der Autobahn zu sanieren sei wichtig. Die Renaturierung im unteren Abschnitt der Efze hält er nicht für dringend nötig. Sie laufe doch im alten Bachbett. Jörg Vollbrecht (SPD): „Wir müssen zugreifen, eine spätere Einzelabstimmung halte ich für vertretbar.“

Er habe auch für die Renaturierung der Beise eine vergleichbare Lösung erreichen wollen, sagte Müller. Das sei bislang aber nicht gelungen. Er fordert einen Ausgleich vom Land für den Bau des neuen Lkw-Stellplatzes bei Berndshausen. Die Kosten für den Bereich der Beise würden etwa 500 000 Euro betragen. (zty)

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