Hessen kompakt zeigt auch unsere Region

Der Schwalm-Eder-Kreis in der Statistik: Publikation gibt einen Überblick 

Der Schwalm-Eder-Kreis hat viel zu bieten: Unsere Collage zeigt von oben links im Uhrzeigersinn: Kreisstadt Homberg vom Burgberg aus, Kloster Haydau in Morschen, der Hexenturm in Schwalmstadt-Treysa, der Singliser See bei Borken, das Rathaus in Melsungen und de r St. Petri-Dom in Fritzlar. Montage: Christine Bachmann, Fotos: Privat,, Manfred Schaake, Maja Yüce

Das Statistische Landesamt hat „Hessen kompakt 2018“ herausgegeben. Darin haben Statistiker neben Bevölkerung und Wirtschaft auch die Lebendbedingungen im gesamten Bundesland, in einzelnen Kommunen und in Landkreisen untersucht.

Unterschiedliche Grafiken, Tabellen, Landkarten und jeden Menge Zahlen geben einen Überblick über unseren Landkreis. Sich einzulesen kostet viel Zeit – wir haben die wichtigsten Ergebnisse herausgesucht.

Bevölkerung

Im Bundesland Hessen leben 6,2 Millionen Menschen, im Schwalm-Eder-Kreis sind es 180 754. Davon sind 90 277 weiblich (Stand 31. Dezember 2017). 12 643 Menschen sind Ausländer. Im Schnitt leben in Hessen auf einem Quadratkilometer 296 Einwohner, im Landkreis sind es 117. Zum Vergleich: Schlusslicht ist der Vogelsbergkreis mit 73, in Kassel leben 1888 Menschen auf einem Quadratkilometer.

Das Durchschnittsalter im Schwalm-Eder-Kreis liegt bei 45,7 Jahren und damit leicht über dem hessischen mit 43,8 Jahren.

Fläche

Die hessische Landesfläche beträgt 21 116 Quadratkilometer. Der Landkreis Schwalm-Eder misst 1539 Quadratkilometer. Waldeck-Frankenberg ist mit 1849 Quadratkilometern der Landkreis mit der größten Fläche. Am kleinsten ist der Main-Taunus-Kreis mit einer gerade einmal 223 Quadratkilometer großen Fläche.

Religion

Hessen ist ein evangelisch geprägtes Bundesland, so auch der Schwalm-Eder-Kreis. Römisch-katholische Gebiete liegen im Landkreis Fulda und in einigen Regionen im Süden des Bundeslandes. Im Rhein-Main-Gebiet und in Kassel sind die Menschen in den meisten Fällen konfessionslos.

Müll

Insgesamt 921 729 Tonnen Wertstoffe landeten im Müll der hessischen Haushalte. Spitzenreiter waren dabei Papier, Pappe und Karton mit 50 Prozent (455 849 Tonnen).

Gefolgt von Kunststoffen und Verpackungen (20 Prozent, 188 433 Tonnen) sowie Glas (15 Prozent, 141 359 Tonnen). Im Landkreis Schwalm-Eder fielen 2017 rund 87 000 Tonnen Müll an.

Wasserverbrauch

Im Jahr 2016 – der Wert wird alle drei Jahre ermittelt – verbrauchten die hessischen Privathaushalte (einschließlich Kleingewerbe) jeden Tag pro Kopf 127 Liter Trinkwasser. Im Schwalm-Eder-Kreis waren es pro Tag und Einwohner 122,5 Liter.

Im Nachbarkreis Waldeck-Frankenberg liegt der Verbrauch bei über 125 Litern, im Werra-Meißner-Kreis hingegen bei zwischen 115 und 120 Litern.

Lebensformen

Die häufigste Lebensform in Hessen: Ehepaare mit Kindern. Ihr Anteil an der Bevölkerung liegt bei 38 Prozent. 28 Prozent sind kinderlose Ehepaare. 22 Prozent sind alleinstehend und vier Prozent leben in Lebensgemeinschaften mit Kindern. Im Schwalm-Eder-Kreis leben 47,9 Prozent der Bevölkerung in einer Familie. 28,1 Prozent sind Ehepaare ohne Kinder, gefolgt von 18,2 Prozent Alleinlebenden (Stand 2018).

Einkommen

Im Jahr 2016 lag das verfügbare Einkommen der Privathaushalte in Hessen bei durchschnittlich 22 454 Euro. Im Kreis Schwalm-Eder beträgt das jährliche Einkommen 20 898 Euro. Am höchsten ist das Einkommen im Hochtaunuskreis mit 31 612 Euro. Das geringste Einkommen haben Bewohner von Offenbach mit 17 687 Euro.

Wohnen

2017 standen jedem Hessen durchschnittlich 46,8 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Im Schwalm-Eder-Kreis sind es mehr als 50 Quadratmeter, im südhessischen Ballungsgebiet hingegen sind es unter 45 Quadratmeter.

Am wenigsten Raum gibt es statistisch pro Person in Offenbach (36,7 Quadratmeter). Am meisten im Vogelsbergkreis (55,4). Ende 2017 gab es im Bundesland 3 Millionen Wohnungen.

Schüler

628 810 Schüler gibt es in Hessen. Die meisten besuchen eine Grundschule (220 251) oder ein Gymnasium (199 124). Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es 18 191 Schüler (Stand 2018).

3937 von ihnen besuchen Gymnasien, 5702 Gesamtschulen, die meisten gehen in eine Grundschule (5846).

Gesundheit

Die Verweildauer in hessischen Krankenhäusern ist seit 2017 gestiegen, die Behandlungsfälle sind gesunken. Am häufigsten wurden Erkrankungen des Kreislaufsystems diagnostiziert. Bei den verfügbaren Betten in Krankenhäusern liegt der Kreis im unteren Bereich: vier Betten gibt es je 1000 Einwohner, ebenso wie im Wetteraukreis (Stand 2017). Der Durchschnittswert in Hessen liegt bei 5,8. Spitzenreiter ist Kassel mit 13 Betten.

Energie

In Hessen wurden 2016 insgesamt 16,9 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt, davon 37 Prozent aus erneuerbaren Energien, 29 Prozent aus Erdgas und 24 Prozent aus Kohle. Bei den Erneuerbaren trugen unter anderem Windkraft mit 13 Prozent, Fotovoltaik mit 9,4, Biomasse mit sieben Prozent und die Wasserkraft mit zwei Prozent zur Stromgewinnung bei. Daten zur Stromerzeugung nach Energieträgern gibt es auf Landkreisebene nicht.

Arbeitswelt

Die meisten Hessen arbeiten im Dienstleistungsbereich (78 Prozent), 21 Prozent im produzierenden Gewerbe. Im Landkreis arbeiten rund 48 000 von 69 000 Arbeitnehmer in der Dienstleistungsbranche, etwa 17 000 im produzierenden Gewerbe.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner liegt im Kreis bei 29 754 Euro (Stand 2017). Das geringste Bruttoinlandsprodukt hat der Werra-Meißner-Kreis mit 25 522, den Höchstwert erreicht Frankfurt-Main mit 93 065 Euro.

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