Arbeitgeber suchen Fachkräfte

Arbeitsmarkt im Schwalm-Eder-Kreis ist stabil

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Schwalm-Eder. Robust, trotz der frostigen Temperaturen, zeigt sich der Arbeitsmarkt im Februar. Arbeitgeber dagegen suchen zum Teil händeringend nach Fachkräften auf einem fast leer gefegten Arbeitsmarkt.

So zeigen die Zahlen des Februar nach Angaben von Cornelia Harberg, Pressesprecherin der Arbeitsagentur Korbach, zu der auch der Schwalm-Eder-Kreis gehört, sogar einen leichten Rückgang. 7220 Menschen sind zurzeit im Agenturbezirk auf Jobsuche. 52 weniger als im Januar und 1724 weniger als im Vorjahresmonat. Unter dem Strich bedeute dies eine unveränderte Quote von 3,9 Prozent, gegenüber 4,9 Prozent im Vorjahr.

In diesen Zahlen spiegele sich die gute Konjunktur und die hohe Nachfrage nach Fachkräften. Die Folge: Arbeitslose jeden Alters, Langzeitarbeitslose und Ausländer würden von dem bundesweiten Trend profitieren, sagt Pressesprecherin Harberg.

Deutlich nach oben gegangen ist nach Darstellung von Rainer Kesper, Leiter des Geschäftsstellenverbundes Schwalm-Eder, der Stand der gemeldeten offenen Stellen. Aktuell gibt es im Agenturbezirk insgesamt 3193 offene Stellen. Gegenüber dem Vormonat ist das eine Steigerung um 1094 neue Angebote.

Schwalm-Eder-Kreis

Im Landkreis waren im Februar 3941 Frauen und Männer ohne Job, vier weniger als im Vormonat. Die Quote

bleibt unverändert bei 4 Prozent. Im Februar vergangenen Jahres lag sie bei 5,1 Prozent.

Fritzlar-Homberg

In der Geschäftsstelle waren 1837 Frauen und Männer auf Jobsuche. Unter dem Strich sind das 47 weniger als im Vormonat und 488 weniger als im Vorjahresmonat. Auch in Fritzlar-Homberg liegt die Quote bei 4 Prozent.

Melsungen

Leicht gestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen der Geschäftsstelle Melsungen, nämlich um 27 auf 1006 Personen. Im Jahresvergleich waren es immer noch 173 weniger. Die Quote stieg von 3,9 auf 4 Prozent.

Schwalmstadt

Auch die Geschäftsstelle Schwalmstadt meldet ein Plus von 16 Personen auf 1098 Jobsuchende. Dennoch sind es 319 Frauen und Männer weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Quote liegt unverändert bei 4 Prozent. Im vergangenen Jahr lag sie bei 5,4 Prozent.

Fachkräfte

Probleme bereiten Arbeitgeber und Arbeitsagentur der Rückgang der Fachkräfte. Nach Darstellung von Rainer Kesper sei der Markt sehr ausgedünnt. Eine Möglichkeit sei das Angebot zur Qualifizierung. Dabei reiche die Förderung etwa von der Kostenübernahme eines Staplerführerscheins bis hin zu einer zweijährigen Fortbildung. „Die Betriebe haben volle Auftragsbücher, deshalb spielt die Qualifizierung eine größere Rolle. So können Defizite künftiger Beschäftigter beseitigt werden“, sagt Kesper.

Ausbildungsplätze

Gut aufgestellt ist derzeit der Ausbildungsmarkt. Nach Angaben von Kesper gab es im Landkreis im Oktober 732 Bewerber, ein Rückgang um 11 Prozent. Von den Bewerbern hätten 44 Prozent einen Realschul- und 28 Prozent einen Hauptschulabschluss, der Rest sogar Abitur. Ihnen stünden 887 Angebote entgegen. Auf der Hitliste der Ausbildungsberufe stehe der Kfz-Mechatroniker, der Kaufmann im Einzelhandel und im Büromanagement weit oben. Dagegen wünschen sich die Betriebe Kaufleute im Einzelhandel, Industrie- und Bankkaufleute sowie Logistiker.

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