Viele Junge wählten

Europawahl: Frieden und Freiheit standen im Vordergrund

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Sie setzen ein Zeichen: In Römersberg engagieren sich von links die jungen Wahlhelfer Maximilian Koch (18), Johannes Strohm (28), Ann-Christin Strohm (19), Christian Adam (28), Sebastian Adam (25), Stephan Hebeler (26), Jan-Hendrik Heintzemann (23) und Tobias Meyer (18) bei der EU-Wahl. 

Vor allem die Länge des Wahlzettels war es, die bei der Europa-Wahl am Sonntag viele Wähler überrascht hat. „Großartig: 20 Parteien, von denen ich noch nie gehört habe“, sagte Annette Wenzl aus Felsberg.

Die 51-Jährige wollte sich mit ihrer Stimme vor allem für Umweltschutz und Digitalisierung einsetzen.

Ebenso wie die Felsbergerin ließen sich auch 56 Prozent der Wähler im Schwalm-Eder-Kreis nicht vom langen Wahlzettel abschrecken. 

Im Gegenteil, viele haben sich im Voraus informiert und wussten schon genau, wen sie wählen wollen, vermutete Wahlhelfer Matthias Kranixfeld in Felsberg. „Die meisten Wähler waren nur ganz kurz in der Wahlkabine.“

„Ich war wählen, um den Rechten den Boden unter den Füßen zu nehmen“, sagte Uwe Zipperer aus Fritzlar. Er würde sich freuen, wenn Europa noch stärker geeint wäre und Stärke nach außen zeigen würde.

Auch Jürgen Küchmann aus Felsberg erhoffte sich mit seiner Stimme, ein Zeichen gegen Rechtspopulisten zu setzen. 

Für ihn spielte außerdem der Umweltschutz eine wichtige Rolle: „Mein zweijähriges Enkelkind soll eine Zukunft haben, deshalb müssen sich die EU-Länder gemeinsam stärker für den Umweltschutz einsetzen.“

„Ich war erfreut darüber, dass so viele Junge Menschen zur Wahl kamen“, sagte Wahlhelferin Sabine Faupel in Fritzlar. „Die Wahlbeteiligung war gefühlt so hoch wie bei einer Landtagswahl.“

Ihr politisches Interesse zeigten viele junge Menschen nicht nur, indem sie wählen gingen, sondern auch in ihrem Engagement als Wahlhelfer. 

So zum Beispiel die acht Helfer zwischen 18 und 28 Jahren im Wahllokal in Römersberg. Sie finden es wichtig, sich für die Zukunft Europas zu engagieren.

Lena Damm aus Allendorf ist der Meinung, dass jeder seine Stimme nutzen sollte. „Viele sagen, es bringt nichts wählen zu gehen, aber das sehe ich anders“, sagte die 20-Jährige.

Horst Wendel (80) aus Felsberg und Marianne Schrammel (82) aus Borken haben den Krieg miterlebt und wissen den Frieden und die Freiheit in Europa deshalb umso mehr zu schätzen. 

„Deswegen müssen die EU-Staaten Kompromisse eingehen“, sagte Wendel. 

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