35-Jähriger aus dem Schwalm-Eder-Kreis in Kassel gestorben

Grippewelle rollt: Erster Todesfall in der Region

Schwalm-Eder. Die Grippewelle ist im Schwalm-Eder-Kreis angekommen. Ende vergangener Woche starb ein 35-jähriger Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis im Klinikum in Kassel.

Nach Angaben von Dr. Ulrich Klinge, stellvertretender Leiter des Kreis-Gesundheitsamtes, hatte sich der Mann an dem zurzeit hauptsächlich grassierenden A(H1N1)-Virus angesteckt. Das Virus hatte nach seinem ersten Auftreten 2009 den Beinamen „Schweinegrippe" erhalten.

Doch trotz des Todesfalls und der sechs Influenza-Fälle, die in diesem Jahr bislang dem Gesundheitsamt gemeldet wurden, sieht Klinge keinen Anlass zur Panik. Er spricht von einem tragischen Verlauf der Erkrankung und von einem Einzelschicksal, das nicht verallgemeinert werden könne.

Jahreszeitlich bedingt seien die Grippeviren überall aktiv. Und bei keiner der bislang gemeldeten Erkrankungen handele es sich um eine neue Virusgruppe. „Es sind Viren, die lange bekannt sind und gegen die in den vergangenen Jahren geimpft wurde“, sagt der Mediziner.

Wie hoch die Zahl der Grippe-Fälle tatsächlich ist, kann Klinge nicht sagen: Grippeviren ließen sich nur durch einen Abstrich und eine Laboruntersuchung nachweisen. Das werde von den Ärzten nur in begründeten Fällen gemacht, erklärt Klinge.

Untersuchungen im Umfeld des verstorbenen Mannes haben nach Darstellung Klinges keinen ähnlichen Fall ergeben. Doch selbst bei einer Ansteckung mit dem Influenza-Virus müsse es nicht zu einem ähnlichen Krankheitsverlauf kommen, betont der Mediziner.

Völlig schutzlos sei der Mensch den Grippeviren nicht ausgeliefert. Den wohl besten Schutz, wenn auch nicht zu 100 Prozent, biete eine Impfung, die auch jetzt noch möglich sei. Wer sich impfen lassen wolle, sollte darüber am besten zunächst mit seinem Hausarzt sprechen.

Rubriklistenbild: © dpa

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