3000 verschiedene Sorten gibt es deutschlandweit

Saftige Krume ist wichtig: Bäckereien aus dem Schwalm-Eder-Kreis stellten sich Brotprüfung

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Brotprüfung in der Schalterhalle: Günter Schwarz (links, stellvertretender Obermeister der Bäckerinnung Schwalm-Eder), Wolfgang Scholz (Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder), Irmgard Littebrand und Kreissparkassen-Direktor Michael Sack schauten Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz (Mitte) bei der Prüfung zu. 

Homberg. Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz vom Deutschen Brotinstitut in Berlin hatte am Mittwoch viel zu tun: In den Räumen der Kreissparkasse Schwalm-Eder in Homberg prüfte er mit strengem Blick und geschultem Gaumen Brot und Brötchen von Bäckereien aus dem Schwalm-Eder-Kreis auf ihre Qualität.

Die Besucher konnten dem Fachmann dabei über die Schulter schauen und Fragen stellen. Die Urkunden für die Bewertungen werden beim Wecke- und Worschtmarkt in Borken überreicht.

Besonderes Augenmerk legte der Prüfer unter anderem auf die Optik, die Krustenbeschaffenheit, die beim Brot auch eine Schutzfunktion habe. Dazu müsse die Krume saftig und bestreichbar sein. Weiterhin werde auch je nach Brotsorte auf die Porung geachtet.

Solche Brotprüfungen gibt es seit fast 60 Jahren, wie Schmalz erklärte. Er ist von Beruf Brotprüfer, dazu Bäckermeister, und musste eine sensorische Prüfung ablegen, um als Prüfer qualifiziert zu sein. Immerhin gibt es in Deutschland 3000 verschiedene Brotsorten, die im Brotregister verzeichnet sind. Eine Frage, die sich viele Konsumenten stellen: Wie lagert man Brot am besten? Der Fachmann sagte, man solle das Brot auf die Schnittstelle stellen und mit einem Leintuch abdecken, denn es müsse atmen können. Auf gar keinen Fall solle man Brot in einer Plastiktüte lagern, auch nicht im Kühlschrank. Von Vorteil sei es, wenn das Brot eine feste Kruste habe, denn die würde das saftige Innere schützen.

Gastgeber der Brotprüfung war die Schalterhalle der Kreissparkasse in Homberg, bei deren Direktor Michael Sack sich Wolfgang Scholz von der Kreishandwerkerschaft für die Gastgeberrolle bedankte.

Die Zahl der Bäckereibetriebe ist stark rückläufig, erfuhren die Besucher. Noch vor 30 Jahren, so Schmalz, gab es allein in Westdeutschland 27 000 Backbetriebe. In ganz Deutschland existieren zurzeit nur noch unter 10.000 Fachbetriebe, die innungsmäßig organisiert sind. Im Schwalm-Eder-Kreis arbeiten noch 24 Bäckereien.

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