Viele Frauen wollen nicht in der Großstadt entbinden

So viele Geburten wie nie: Kliniken in Fritzlar und Ziegenhain mit Rekord

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Hebamme Elke Pepic und die Assistenzärztinnen Dr. Mareike Eckart und Yara Ahmad.

Schwalm-Eder. In den Geburtshilfestationen der Kliniken im Schwalm-Eder-Kreis herrscht zum Jahresstart große Freude. In beiden Geburtshilfestationen in Fritzlar und Ziegenhain wurden bis Jahresende deutlich mehr Entbindungen verzeichnet als in den vergangenen Jahren.

Das Hospital zum Heiligen Geist zählte im vergangenen Jahr 730 Geburten. Das sind 73 mehr als 2016. „Zum einen gibt es eine generelle Geburtensteigerung, zum anderen gibt es den Trend, dass viele Frauen nicht in der Großstadt entbinden möchten“, sagt Katja Harnischfeger, Leitende Oberärztin am Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar. So entschieden sich immer mehr Schwangere aus Kassel, Nistetal und Lohfelden für eine Entbindung in Fritzlar. „Hier ist es kleiner und familiärer. Wir haben mehr Zeit für die Patienten“, erklärt die Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Das sei für sie auch der Grund, warum sie in Fritzlar arbeitet. Unterstützt wird sie von Chefarzt Thomas Kamps sowie von den neuen Assistenzärztinnen, Dr. Mareike Eckart (32 Jahre) und Yara Ahmad (31).

„Wir haben unser Traumziel von 500 Entbindungen übertroffen“, berichtet Chefarzt Dr. Heinz-Josef Kaum aus Ziegenhain. Insgesamt erblickten 501 Babys das Licht der Welt. Seit Dr. Kaum 2011 die Geburtshilfe der Frauenklinik übernahm, sind die Zahlen jedes Jahr gestiegen. „Im ersten Jahr meiner Tätigkeit verzeichneten wir noch 284 Entbindungen, Ende 2016 waren es bereits 385 Geburten“, freut sich Dr. Kaum.

Der starke Anstieg an Entbindungen in der Frauenklinik Ziegenhain ist besonders auf die Schließung der Geburtshilfestation in Alsfeld Ende 2016 zurückzuführen. Schon damals rechnete Dr. Kaum damit, dass etwa ein Drittel der Schwangeren, die sonst in Alsfeld entbunden hätten, nach Schwalmstadt kommen.

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