Selbst bei gefragten Berufen

Noch 150 offene Stellen in Ausbildungsberufen

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Noch gibt es zahlreiche Ausbildungsstellen: Jugendliche, die noch unversorgt sind, können sich auch im Schwalm-Eder-Kreis noch bewerben.

Schwalm-Eder. Jugendliche, die noch auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, haben gute Chancen, auch kurzfristig noch fündig zu werden - selbst in gefragten Berufen wie bei Kfz-Mechatronikern sowie bei Kaufleuten im Einzelhandel.

150 freie Ausbildungsplätze meldet die Agentur für Arbeit in Korbach für den Landkreis. Angebote gibt es in fast allen Sparten und in fast allen Orten. „Es ist fünf vor zwölf, aber noch nicht zu spät“, erklärt Cornelia Harberg, Pressesprecherin der Arbeitsagentur Korbach. Ausbildungsstart ist in den meisten Betrieben der 1. September oder der 1. Oktober. Den größten Bedarf melde das Handwerk.

Die Liste der offenen Ausbildungsplätze finden Sie hier als pdf-Datei:

Schwalmstadt

Fritzlar

Homberg

Melsungen

Eine Übersicht der Stellen gibt es auf der Startseite der Kreishandwerkerschaft

Nach Angaben der Kreishandwerkerschaft sind in den angeschlossenen Betrieben noch 56 Ausbildungsstellen frei. Die meisten im Bereich des Nahrungsmittel-Handwerks (Verkauf). Dafür werden alleine elf junge Leute gesucht. Bei Malern und Lackierern sind noch acht Stellen unbesetzt. Auch für beliebte Büroberufe wie Steuerfachangestellte und Kaufleute für Versicherungen/Finanzen werden noch Auszubildende gesucht.

Die Zahl der Schulabgänger gehe weiter zurück, die jungen Leute könnten heute meist unter mehreren Angeboten wählen, erklärt Martin Büscher, der Leiter der Arbeitsagentur für den Landkreis. Dieser Trend werde anhalten. Die Betriebe stünden in Konkurrenz um gute Auszubildende. Aus Büschers Sicht spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Das Ansehen des Ausbildungsbetriebs, die Arbeitsbedingungen (Schicht- oder Nachtdienste) sowie die Perspektiven bei Verdienst und Aufstiegsmöglichkeiten.

Schülern, Eltern und Lehrern seien die vielen Möglichkeiten einer Ausbildung im Handwerk nicht genügend bekannt, meint Jürgen Altenhof, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Das gelte auch für berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Viele sind noch nicht versorgt

Im Schwalm-Eder-Kreis waren Mitte Juli 2015 nach Angaben der Arbeitsagentur noch 336 Jugendliche unversorgt. Sie hatten noch kein konkretes berufliches oder schulisches Angebot. Vor einem Jahr seien das zum selben Zeitpunkt noch 425 Jugendliche gewesen. Mitte September 2014 war diese Zahl dann auf 70 zurückgegangen. Wer noch einen Ausbildungsplatz sucht, sollte sich sofort beim Arbeitgeberservice melden unter E-Mail: Fritzlar.Homberg-241-Arbeitgeberservice@arbeitsagentur.de.

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