Auch Ludwig Georg Braun voraussichtlich im Kreistag

Rote Bastionen haben Seltenheitswert im Kreistag

Schwalm-Eder. Es gibt sie noch, aber sie sind ausgesprochen selten geworden: absolute Mehrheiten der SPD in den Kommunalparlamenten des Schwalm-Eder-Kreises.

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Fast überall haben die Sozialdemokraten in den Städten und Gemeinden erneut einen deutlichen Dämpfer erhalten, stellen aber vielfach noch die stärkste Fraktion.

In Edermünde, Frielendorf, Gudensberg, Jesberg, Felsberg und Körle ist die Welt dank absoluter Mehrheiten für die Sozialdemokraten noch in Ordnung. Das Top-Ergebnis lieferte hier Körle mit 62 Prozent.

Auffällig ist aber auch, dass fast überall, wo sie antraten, die Freien Wähler oder Bürgerlisten deutliche Gewinne erzielten. In der früheren SPD-Hochburg Borken drehten sich die Mehrheitsverhältnisse komplett. Dort errang die FWG die absolute Mehrheit.

Prominentestes Beispiel dafür, welche Möglichkeiten sich aus dem Kumulieren und Panaschieren von Stimmen ergeben, ist Ludwig Georg Braun, der auf der Liste der FDP für den Kreistag an Platz 63 gesetzt war. Nach derzeitigem Stand der Auszählung belegt er Platz 3 der FDP-Liste und gehört dem Kreistag an.

In der Melsunger Stadtverordnetenversammlung war der Aufsichtsratsvorsitzende des Melsunger Unternehmens B. Braun AG auch in der vergangenen Legislaturperiode schon aktiv.

Für die CDU ergibt sich in den Städten und Gemeinden kein einheitliches Bild. In einigen Orten legten die Christdemokraten leicht zu, wie etwa in Edermünde und Gudensberg (jeweils plus 4,2 Prozentpunkte), überwiegend sackten die Ergebnisse aber ab.

Verluste gab es durchgängig für die Grünen, die vor fünf Jahren - nach der Katatstrophe von Fukushima - mit teilweise zweistelligen Ergebnissen glänzten. Ihr bestes Ergebnis erzielten sie in Bad Zwesten (15,7 Prozent), den größten Verlust gab es in Fritzlar (minus 8 Prozentpunkte auf 7 Prozent).

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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