Zwei Fälle von "Love-Scamming" im Schwalm-Eder-Kreis

Liebesbetrug im Internet: Frau brachte Mann um 4850 Euro

Schwalm-Eder-Kreis. Er wollte einer Internet-Bekanntschaft helfen – nun ist ein 28-Jähriger 4850 Euro los. Der Mann aus dem Landkreis wurde Opfer der sogenannten "Love-Scamming"-Betrugsmasche. 

Die Polizei warnt nun vor dieser Masche, denn auch eine 61 Jahre alte Frau sollte Geld bereitstellen.

Im Grunde beginnt das „Love-Scamming“ – übersetzt „Liebes-Betrug“ – harmlos. Über soziale Netzwerke wie Facebook oder Online-Partnerbörsen lernen die späteren Opfer Menschen kennen, die attraktiv und seriös wirken. Meist verfügen sie über eine ungewöhnliche Lebensgeschichte. 

So auch im Fall des Landkreisbewohners. Über eine Internet-Plattform bekam er laut Polizei Kontakt zu einer „Frieda Müller“, die vorgab, eine Amerikanerin zu sein, die sich in Georgien aufhalte.

Um den Mann nach längerem Schreiben besuchen zu können, sollte er Geld überweisen, damit sie Hotel und Flug bezahlen sowie Probleme mit ihrem Pass lösen könne. Er zahlte in mehreren Etappen und wurde erst misstrauisch, als er zusätzlich 27.000 Euro für den Transport einer „Goldkiste“ zahlen sollte.

Besser erging es der 61-Jährigen. Sie schaltete nach der Bekanntschaft mit einem angeblichen Soldaten die Polizei ein, als sie 5000 Euro ausgeben sollte – den Betrag für das „Wertsachen-Paket“ hatte sie noch nicht überwiesen. „Obwohl diese Masche zuletzt Anfang 2017 im Kreis angewendet wurde, wollen wir nach diesen Fällen zur Vorsicht aufrufen“, erklärt Polizeisprecher Markus Brettschneider.

Meist seien die Bilder solcher Menschen gestohlen, führt die Polizei in ihrer Mitteilung aus. Dass die Personen Betrüger sind, kommt meist erst spät heraus. Sie schaffen es, sich mittels perfekt übersetzter Nachrichten für ihre Opfer unverzichtbar zu machen – obwohl es noch kein Treffen gab. Von Geldtransfers oder Überweisungen sei abzuraten. Verdächtiges sollte sofort der Polizei gemeldet werden. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / Uli Deck/dpa

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