Die Pächter auf einen Blick

Wildunfall-Kataster erleichtert die Arbeit der Polizei – schnellere Information

Schwalm-Eder. Rund 1200 Wildunfälle gibt es jedes Jahr im Schwalm-Eder-Kreis. Für die Polizei bedeutete die Suche nach dem betreffenden Jagdpächter eines Gebiets nach einem solchen Unfall stets viel Arbeit.

Ab sofort geht das schneller: Hessenweit gibt es nun ein so genanntes Wildunfallkataster. Mit einem Klick könne man damit herausfinden, welcher Jagdpächter zuständig sei, sagt Torsten Werner, Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen.

Ist ein Autofahrer mit Reh oder Wildschwein zusammengestoßen, wählt er entweder den Notruf 110, ruft die örtliche Dienststelle an oder gibt dort den Unfall direkt an. Die Polizei nimmt den Unfall auf, und fährt auch zum Ort des Geschehens.

Bisher zeitaufwendig

Der Unfallort wird für den Jagdpächter markiert. „Bis vor kurzem mussten die Jagdpächter arbeits- und zeitaufwendig mittels Excel-Tabellen recherchiert werden“, so das Landeskriminalamt.

Mit dem neuen Kataster könne die Polizei nicht nur den Unfall und die Koordinaten zum Unfallort erfassen, sondern auch den Pächter ausfindig machen.

Arbeitserleichterung

Das beschleunige alles und sei für die Polizei eine Arbeitserleichterung, sagt Torsten Werner. Bisher waren die Reviergrenzen größtenteils auf analogen topographischen Karten eingezeichnet. Die Listen mit den Kontaktdaten der Jagdpächter und -aufseher lagen sonst als Excel-Listen vor. Das neue Kataster basiert auf Geobasisdaten der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG).

Die Reviergrenzen sowie die Kontaktdaten der Jagdpächter und -aufseher haben die Unteren Jagdbehörden, Hessen Mobil die Kilometrierung geliefert.

Unfallschwerpunkte

Das neue Kataster sei außerdem ein Instrument, um Unfallschwerpunkte zu bestimmen, sagt Werner. Durch die Neuerung könne die Polizei mehr Zeit in andere Tätigkeiten investieren. 

Rubriklistenbild: © ADAC

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