Es darf wieder gereist werden 

Neue Reisenormalität durch das Virus hat auch Vorteile

Zwei Urlauber einsam am Strand. So könnte es in diesem Sommer 2020 aussehen.
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Zwei Urlauber einsam am Strand. So könnte es in diesem Sommer 2020 aussehen.

Die weltweiten Reisewarnungen werden ab dem 15. Juni für 29 europäische Länder aufgehoben. Das beschloss die Bundesregierung. Für viele bietet das kleine Lichtblicke in der Urlaubsplanung.

Davon spüren die Reisebüros in der Region allerdings nur wenig. Viele Kunden sind noch zurückhaltend, wenn es um eine Buchung ins Ausland geht.

Reisebüro Schmidt

„Es sind alle nach wie vor verhalten“, sagt die Geschäftsführerin Sandra Berninger vom Reisebüro Schmidt aus Fritzlar. Diese Zurückhaltung möchte Berninger ihren Kunden aber nehmen. Die Geschäftsführerin gibt zu verstehen, dass die neue Reise-normalität durch das Virus auch Vorteile hat: kein Buffet mehr, größere Abstände, ständiges Reinigen und Desinfizieren der Strandliegen. „Es gibt einen strengen Maßnahmenkatalog, der für die Europäische Union gilt. Darüber hinaus gibt es nationale Bedingungen“, so Berninger.

Laut der Geschäftsführerin gebe es zurzeit besten Komfort auf einer Reise. Wenn jeder Reisende auf die Hygienevorschriften achtet, dann ist laut Berninger ein Urlaub mit Abstand ab Mitte Juni möglich. Und auch genießbar.

Das Reisebüro Schmidt versorgt seine Kunden auf der Webseite mit aktuellen Updates zum Coronavirus. Unter dem Menüpunkt „Wichtige Informationen zu Corona: Wir beantworten ihre Fragen“ kommt der Leser auf eine Seite voll mit Antworten. Auf der Internetseite gibt es unter anderem Infos für Reisende, Neubuchungen, Reisehinweise und Auskunft über Fluggesellschaften.

Reisebüro Reiseland

Die Mitarbeiter des Reisebüros Reiseland aus Homberg haben derzeit viel zu tun. Nach wie vor stehen jedoch hauptsächlich viele Umbuchungen an.

Die Mitarbeiter um Kathrin Heimer sind weiterhin für die Kunden da: „Per Telefon, per Mail und auch persönlich stehen wir beratend zur Seite“, sagt Heimer. Dass die Reisewarnungen aufgehoben wurden, sei laut Heimer zu spüren. Dennoch gebe es zwei Parteien: „Weiterhin gibt es verunsicherte Kunden. Dann aber auch diejenigen, die sofort wieder Urlaub machen wollen“, so Heimer.

Tui Reisecenter

Der Geschäftsführer Martin Gabbey vom Tui Reisecenter in Borken ist sich sicher, dass sich eine Normalität in Bezug auf das Reisen einspielen wird. Dass es zwei Gruppen von Kunden gibt, kann er bestätigen: „Es gibt die Reisewilligen, die einfach Urlaub machen wollen. Dann gibt es die vorsichtigeren Personen, die noch überlegen, ob sie wirklich verreisen oder ihren Urlaub auf einen späteren Zeitpunkt umbuchen sollen.“

Gabbey hofft auf eine Initialzündung, wenn die ersten Urlauber Mitte Juli zurückkommen. Diese geben im besten Fall Rückmeldung zum Urlaub und der jeweiligen Corona-Einschränkungen vor Ort. „Wenn die Nachbarn und Freunde davon hören, gibt es danach vielleicht noch mehrere kurzfristige Buchungen“, sagt der Geschäftsführer.

Und wie sieht es mit den Preisen aus? 

Verändern die sich, wenn vor Ort mehr Aufwand bezüglich Hygienevorschriften betrieben werden muss? Allen, die ihren Urlaub bereits gebucht haben, gibt Gabbey Entwarnung: „Niemand muss etwas drauf zahlen. Auch nicht vor Ort.“

Zu den derzeit beliebten Reisezielen kann Gabbey keine Auskunft geben: „Es kommt ganz darauf an, welche Länder schon geöffnet haben.“ Außerdem ist das Virus nicht in jedem Land gleich verbreitet. Im beliebten Italien zum Beispiel war das Virus sehr präsent.

Ständig ploppen neue Meldungen und Aktualisierungen in den Postfächern der Reisebüros auf. „Manche Länder haben gar keine Einschränkungen mehr. Andere Länder hingegen schon“, so Gabbey.

Diese ständigen Veränderungen führten oft zur Unsicherheit der Kunden. Doch darüber klärten seine Mitarbeiter stets auf.

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