Bewerbungsfrist um das Amt endet am 31. August

Zwei Männer wollen Vizelandrat im Schwalm-Eder-Kreis werden

Schwalm-Eder. In das Rennen um die Wahl des hauptamtlichen Ersten Kreisbeigeordneten und damit des Vizelandrats im Schwalm-Eder-Kreis gehen voraussichtlich zwei bekannte Kreispolitiker: Jürgen Kaufmann (SPD, 53) und Reinhard Otto (CDU, 61).

Die Stelle ist öffentlich ausgeschrieben worden. Ob es weitere Bewerber gibt, konnte Michael Kreutzmann, Vorsitzende des Wahlvorbereitungsausschusses, gestern nicht einschätzen. Die Bewerbungsfrist endet am 31. August.

Aussichtsreich erscheint vor allem die Kandidatur des Schwarzenborner Bürgermeisters Jürgen Kaufmann, weil er mit der Mehrheit im Kreistag rechnen kann. Bei einer innerparteilichen Ausschreibung war er nach Informationen der HNA einziger Bewerber.

Reinhard Otto

Der SPD-Unterbezirksvorsitzende Dr. Edgar Franke wollte gestern keine Namen bestätigen. Der formelle Beschluss stehe noch aus, erklärte er. Dazu würden am Montag, 29. August, der SPD-Unterbezirksausschuss und die SPD-Kreistagsfraktion gemeinsam tagen.

Der Christdemokrat Reinhard Otto aus Schwalmstadt hat seine Bewerbung noch nicht eingereicht, kündigte im Gespräch mit der HNA aber an, dass er antreten werde. Er ist Abteilungsleiter für Infrastruktur beim Regierungspräsidium in Kassel. Jürgen Kaufmann ist seit mehr als 15 Jahren Bürgermeister von Schwarzenborn - mit 1430 Einwohnern die kleinste Stadt Hessens.

Beide bisher bekannten Interessenten verfügen über langjährige kommunalpolitische Erfahrung, unter anderem als Mitglieder des Kreistags.

Jürgen Kaufmann

Die Wahl des Ersten Kreisbeigeordneten (Vizelandrats) durch den Kreistag könnte in der Sitzung des Parlaments am Montag, 26. September, erfolgen. Die sechsjährige Amtszeit des stellvertretenden Landrats würde am 1. Oktober beginnen.

Im Kreistag verfügen SPD und FWG gemeinsam mit dem Piraten Marcel Duve über eine Mehrheit von einer Stimme.

Die Position des Vizelandrats ist seit dem Tod von Landrat Frank-Martin Neupärtl vakant. Winfried Becker hatte die Geschäfte übernommen und wurde dann im März 2015 selbst zum Landrat gewählt. Einen Vertreter hat er bisher nicht. Beim Landkreis sind etwa 1000 Menschen beschäftigt.

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