Neue Notunterkünfte

Schwalm-Eder: 500 Flüchtlinge in den Chinapark, 500 nach Fritzlar

Auf dem Gelände des Chinaparks in Ziegenhain wird eine weitere Erstaufnahme entstehen.

Schwalm-Eder. Im früheren Chinapark in Ziegenhain sowie im alten Proviantamt in Fritzlar (Haddamarweg) werden noch in dieser Woche Notunterkünfte für jeweils 500 Flüchtlinge geschaffen.

Das war am Montag von Landrat Winfried Becker zu erfahren. Die Pläne, Sporthallen für die Unterbringung von Asylsuchenden zu nutzen, seien damit vorerst vom Tisch. Bis Freitag 18 Uhr müssen die beiden neuen Unterkünfte fertig sein.

Aktualisiert um 15 Uhr

Im Chinapark habe man bereits gut vorgearbeitet. Die Unterkunft sei so gut wie fertig. Im alten Proviantamt müssten noch Spanplatten als Trennwände eingezogen, die Heizung verstärkt und eine Fluchttreppe angebaut werden, sagte Becker, der spürbar erleichtert wirkte, dass zunächst von der Belegung von Sporthallen abgesehen werden kann.

Ob es dabei bleiben werde, sei aber noch nicht abzusehen. Das hessische Soziaministerium hatte am Montag mitgeteilt, dass die weitere Zuweisung von Flüchtlingen an den Schwalm-Eder-Kreis unmittelbar bevorsteht. Gebraucht würden Notunterkünfte, um die Bedarfsspitze abzudecken, erklärte Soziaminister Stefan Grüttner. Katastrophenschutzhelfer sollen für die Einrichtung der Unterkünfte sorgen und zunächst die Verpflegung, Betreuung und medizinische Versorgung der Flüchtlinge übernehmen.

Die Kosten für die Einrichtung der Notunterkünfte werden nach Angaben des Sozialministeriums vom Land übernommen. Zudem werde eine schnellstmögliche gewerbliche Übernahme von Aufgaben wie der Verpflegung, Betreuung und des Sanitätsdienstes angestrebt, um die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer vor Ort zu entlasten.

Bei der neu zu schaffenden Einrichtung im Landkreis handele es sich um eine vorübergehende Unterbringung, die dazu diene, die weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen, die derzeit in die Länder geschickt werden, in geordnete Bahnen zu lenken.

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