Seit zehn Jahren treffen sich Mathe-Kids in der KHS Fritzlar

Spaß am Rechnen

Knobeln, rechnen, analysieren: 60 Mathe-Kids trafen sich in der KHS. Auf dem Foto sind Jolin Braune, Ann-Christin Hofmann, Jule Köhler, Luisa Hucke und Sina Wiegel (von links) zu sehen. Foto: privat

Fritzlar. Sie sind acht bis zwölf Jahre alt und finden Mathematik überhaupt nicht ätzend: 60 Mädchen und Jungen haben jetzt am 21. Treffen der Mathe-Kids in der Fritzlarer König-Heinrich-Schule (KHS) teilgenommen. An vier Freitagnachmittagen hatten sie ihren Spaß daran, anspruchsvolle Mathematikaufgaben zu lösen.

Seit zehn Jahren bietet das Fritzlarer Gymnasium die Mathe-Kids an. Was 2004 im kleinen Kreis mit 25 Schülern und den beiden Lehrerinnen Jutta Wagner und Susanne Sehmisch begann, ist mittlerweile eine feste Einrichtung geworden. Zweimal im Jahr findet der Kurs Mathe-Kids statt. Viele der heute betreuenden Oberstufenschüler haben selbst als Kinder an dem Kurs teilgenommen und können ihre eigene Erfahrung mit einbringen.

Der Kurs richtet sich an Kinder der Klassen 3 bis 6, die eine Begabung und besonderes Interesse im mathematischen Bereich besitzen. Diese Kinder, die im regulären Unterricht oft unterfordert seien, könnten sehen, dass Mathematik auch ohne wiederholende Übungsaufgaben auskommt und in ihrer Vielfalt viel Spaß machen kann.

In drei Arbeitsgruppen eingeteilt, bearbeiten die Kinder die Aufgaben. Im Team rechnen, knobeln, messen und schlussfolgern die Mädchen und Jungen, bis die Köpfe rauchen, trotz der ungewöhnlichen Arbeitszeit von 15.30 bis 17.30 Uhr. Viele von ihnen nehmen sich kaum Zeit für die Pause.

Sie erkennen schnell, dass nicht nur die Rechenexperten gefragt sind, sondern dass die anwendungsorientierten Aufgaben etwa aus den Bereichen Logik, Algebra sowie zwei- und dreidimensionaler Geometrie genau gelesen und analysiert werden müssen.

Neben den Lehrerinnen Jutta Wagner, Sabine Ahlers und Julia Reichmuth sind Oberstufenschüler als Helfer beschäftigt. Diejenigen Schüler, bei denen im Laufe des Nachmittags die Konzentration nachlässt, können mit Polyederteilen spielen und bauen und dabei gleichzeitig ihr geometrisches Vorstellungsvermögen erweitern. Das Mathematik-Treffen wird im Rahmen der Förderung besonderes begabter Schüler angeboten. Die KHS besitzt seit 2005 das Gütesiegel für die Förderung besonders Begabter. (red)

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