Dresdener Kabarett Kaktublüte gastierte im Remsfelder Bürgerhaus

Stacheliges aus dem Garten

Gaben sich betont angriffslustig: Die Mitglieder des Dresdener Kabarett-Ensembles Kaktusblüte bei ihrem Auftritt in Remsfeld. Foto: Thiery

Remsfeld. Ein Kaktus hat vor allem Stacheln, und die stehen auch als Symbol für das Dresdener Kabarett Kaktusblüte, das im Remsfelder Bürgerhaus auftrat. Schauplatz ihres Programms „Auch Zwerge werfen lange Schatten“ ist ein Kleingärtnerverein.

Rosie Rose, Christa Chrysantheme und Kordula Kompost sind die Namen der Mitglieder – allen voran Werner Wegerich, (Uwe Hänchen) 33 Jahre Vorsitzender des Schrebergartens. Sie alle warten auf EU-Kommissar Birne (Friedemann Heinrich), der wegen der „Klobalisierung der Kleingärten“ vorbeikommt und den Mitgliedern – unter anderem der immer zu spät kommenden Schafgarbe (Monika Breschke) – das Förderprogramm Toiletten vorstellt: „Brüssel fördert jeden Scheiß“. Dieses Zusammentreffen nutzten sie auch zur politischen Abrechnung.

Wie ein Despot fuchtelt der EU-Kommissar mit den Armen und präsentiert sich in gespielter Wichtigkeit den Gärtnern. Janka Schendeck spielte dazu auf dem Klavier „Gartenklo Gartenklo, das macht jeden Gärtner froh“ und zeigte damit auch die musikalische Seite des Quartetts.

So trieben sie es weiter auf die Spitze und erfanden sogar den Demokratiebegriff neu. „Demokratie herrscht, wenn vier Wölfe und ein Schaf in gemütlicher Runde am Lagerfeuer darüber abstimmen, was es heute Abend zum Fressen gibt.“

Nicht fehlen durfte ein Angriff auf Angela Merkel, natürlich im Gärtnervergleich. Sie habe sich vom ostzonalen Mauerblümchen zur europäischen Schwertlilie entwickelt.

Ein weiterer Ausflug führte ins Fernsehstudio des „Mittelprächtigen Deutschen Rundfunks“. In der Sendung „Zwei Mikrophone, keine Meinung“ wurde die Autobahnrandstreifenunkrautzupferin (Monika Breschke) interviewt. Sie hatte 22 Semester Biologie studiert und in ihrem Einfrauunternehmen nur einen Menschen beschäftigt, sich selbst.

Ihr Tipp für die Personalführung: „Mitarbeiter so lange über den Tisch ziehen, bis er die Reibung als Hitze empfindet und sich das als Nestwärme vorstellt.“ (zty)

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