Initiative „Offen für Vielfalt“ zeichnet Engagement aus

Stadt Homberg lebt Vielfalt - Kommune mit Preis ausgezeichnet

Panoramaaufnahme der Homberger Innenstadt in einem goldenen Licht. Zu sehen sind die Stadtwahrzeichen: Stadtkiche und Burg.
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Die Stadt Homberg würde kürzlich von der Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ ausgezeichnet.

Die Stadt Homberg wurde für ihren Einsatz für Vielfalt ausgezeichnet. Ausschlaggebend war insbesondere das Engagement einer Institution.

Homberg – In Homberg gibt es ein starkes lokales Engagement für ein vielfältiges und respektvolles Miteinander. Das bescheinigt die Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ der Kreisstadt. Sie ist eine von sechs Kommunen aus den sechs nord- und osthessischen Landkreisen, die mit dem Titel Kommune der Vielfalt ausgezeichnet wurde. 4000 Euro Preisgeld gibt es dafür.

Den Ausschlag gab der Einladen am Obertor des Diakonischen Werks Schwalm-Eder. Er besteht seit 2011 und ist besonders in der Vielfaltsdimension „Soziale Herkunft“ engagiert. Aus dem Kleiderladen wurde ein ehrenamtlich betriebenes Secondhand-Kaufhaus für Kleidung und Haushaltswaren sowie ein Treffpunkt. Menschen mit geringem Einkommen könnten preisgünstige Ware einkaufen – ohne Stigmatisierung, begründet die Initiative ihre Wahl.

Darüber hinaus kommen beim Mittagstisch für alle wöchentlich Menschen aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen zusammen, können so Kontakte zu Haupt- und Ehrenamtlichen knüpfen. Auch die Tafel hat ihr Quartier im Einladen: Zwei Mal in der Woche werden dort Lebensmittel ausgegeben.

Für Petra Schwermann, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks ist die Auszeichnung Anerkennung für die Arbeit. „Wir freuen uns total“, sagt sie. Die Kooperation mit der Stadt laufe gut, besonders in den Bereichen Integration, Flüchtlings- und Migrationsbewegung komme viel in Bewegung.

Das Preisgeld soll in die Infrastruktur des Treffs investiert werden, sagt Einladen-Leiter Jürgen Kurz. Langfristig soll der Aufenthaltsbereich vergrößert werden, einen eigenen Eingang bekommen, sodass auch ein Raum für kleine Feiern entsteht. Doch all das steht und fällt mit der Coronapandemie, sagt Kurz. Die Haupt- und Ehrenamtlichen haben in der Pandemie ihr Angebot stark zurückfahren müssen.

Der wöchentliche Mittagstisch etwa sei im vergangenen Jahr komplett eingebrochen. „Es kamen vorher jede Woche im Schnitt mindestens 40 Besucher“, sagt Kurz. Jetzt seien es immerhin wieder 20 bis 25.

Preise für sechs Kommunen

Beim kommunalen Wettbewerb der Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ gingen 30 Bewerbungen ein. Eine Expertenjury legte die Gewinner fest: Nentershausen (Hersfeld-Rotenburg), Baunatal (Landkreis Kassel), Lichtenfels (Waldeck-Frankenberg), Neuhof (Landkreis Fulda), Homberg und Sontra (Werra-Meißner-Kreis). Wesertal (Kreis Kassel) erhielt den Sonderpreis für den vorbildlichen Einsatz für demokratische Werte. 

Von Chantal Müller

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