155.000 Euro sind für Bau veranschlagt

Stadthalle Fritzlar bekommt einen Aufzug

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Bekommt einen neuen Aufzug: die Stadthalle in Fritzlar. Der Aufzug soll rechts neben dem Haupteingang entstehen. 

Darauf haben viele Fritzlarer gewartet: Die Stadthalle bekommt einen zweiten Aufzug. Damit wird für die Besucher einiges leichter. Einfach aufs Knöpchen drücken, auf den Fahrstuhl warten und einsteigen - so einfach ist es nämlich bislang nicht.

Zwar gibt es in dem 1978 errichteten Bauwerk einen Aufzug, der auch für Personen zugelassen ist. Wer damit fahren möchte, braucht aber einen Schlüssel. Der jeweilige Veranstalter in der Stadthalle wird vom Hausmeister eingewiesen und muss dann mit den Besuchern im Fahrstuhl mitfahren.

Das ist kompliziert, aber aus Sicherheitsgründen erforderlich, wie Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat sagt. Er hält die Konstellation für „nicht zeitgemäß“ und kündigt einen neuen Fahrstuhl an. Die Ausschreibung ist beauftragt, im Sommer soll alles fertig sein.

Seit zwei Jahren laufen die Planungen. Spogat spricht von „schwierigen und langwierigen Gesprächen“ mit der Kreisbauaufsicht. Darin ging es immer wieder um den Brandschutz. Nach den Vorstellungen der Brandaufsichtsbehörde sollte der Aufzug an der Ostseite der Halle an das bestehende Treppenhaus angedockt werden. Ein Steg sollte vom Aufzug über das Treppenhaus in das Foyer führen. „Das bedeutet aber einen größeren Bauaufwand“, sagt Spogat. Zudem müsste dann ein zusätzlicher Eingang geschaffen werden.

Hartmut Spogat freut sich, dass die Planungsvariante verworfen und in Gesprächen „eine einvernehmliche Lösung“ gefunden wurde. Damit wird die von Stadt und Architekt verfolgte Variante umgesetzt. Der Aufzug entsteht demnach rechts neben dem Haupteingang und wird von außen angebracht. Der Zugang ist nur vom Flur der Stadthalle aus möglich. Bei dem Aufzug handelt es sich um eine Konstruktion aus Glas und Metall. Ende Dezember gab es die ersehnte Baugenehmigung.

Der Fahrstuhl wird auf einem Fundament aufgesetzt und nimmt etwa vier Quadratmeter Fläche ein. Damit steht er zum Teil auf dem Gebiet der Rheika-Delta Warenhandelsgesellschaft. Die Stadt habe bereits Gespräche mit der Rheika-Delta geführt. „Ich sehe da keine Hemmnisse“, sagt Hartmut Spogat, der mit einer Nutzungsvereinbarung rechnet. Für den Bau des Aufzugs sind im Investitionsplan der Stadt 155 000 Euro vorgesehen. 

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