Städte bewerben sich

Stark für Vielfalt im Landkreis: Initiative zeichnet erstmals Projekte im ländlichen Raum aus

Rathaus von Spangenberg.
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Spangenberg und Melsungen wollen Kommune der Vielfalt werden. Auf dem Foto ist das Rathaus von Spangenberg zu sehen.

Spangenberg will es werden und Melsungen auch: Diese Städte aus dem Schwalm-Eder-Kreis bewerben sich bereits darum, „Kommune der Vielfalt“ zu werden.

Also Kommunen, die sich mit Hilfe von Vereinen, Organisationen und Kirchengemeinden für ein tolerantes, respektvolles und diverses Miteinander einsetzen.

Erstmals zeichnet jetzt die Initiative „Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung“ zusammen mit dem Regierungspräsidium Kassel Kommunen aus, die sich im ländlichen Raum für gelebte Vielfalt stark machen. Und das bedeutet, alle Städte und Gemeinden im Kreis haben die Chance, für ihre Projekte neben Anerkennung auch Geld zu bekommen. Für diese grundlegenden Werte engagieren sich viele Projekte im Landkreis mit großer Leidenschaft – um deutliche Signale für Toleranz und eine offene Gesellschaft zu setzen.

Bereits seit drei Jahren zeichnet „Offen für Vielfalt“ in Kassel Projekte aus, die sich für Integration, Inklusion, Teilhabe und interkulturelle Verständigung einsetzen. „Mit der Erweiterung unseres Wettbewerbs gehen wir nun gezielt in den ländlichen Raum“, so Dagmar Krauße von „Offen für Vielfalt“. Denn auch hier gebe es starke Stimmen für Vielfalt, angefangen von einem generationenübergreifenden Gartenprojekt über inklusive Kinderbetreuung oder den Gemeinde-Bus für mobilitätseingeschränkte Menschen bis hin zum integrativen Fußballturnier. Angesprochen fühlen könnten sich auch Initiativen wie „Mach mit“ in Gudensberg, die sich für Integration starkmachen.

Beim Preis „Kommune der Vielfalt“ gehe es um mehr als ums Geld: Indem sie online auf der „Landkarte der Vielfalt“ abgebildet werden, sind sie sichtbar und Inspiration für weitere Projekte, sagt Krauße. Die Städte und Gemeinden – auch im Schwalm-Eder-Kreis – spielten eine Schlüsselrolle, wenn es darum gehe, Teilhabe und Zusammenhalt zu gestalten. Außerdem sollen die Vielfalts-Kommunen besser vernetzt werden – um neue Projekte zu entwickeln, die zeigen, dass es im Kreis und darüber hinaus keinen Platz für rechte Hetze, Diskriminierung und Intoleranz gibt.

Bewerbung bis Ende Oktober möglich

Vereine, Initiativen, Organisationen und Kirchengemeinden können sich mit ihrer jeweiligen Kommune für den Preis „Kommune der Vielfalt“ bewerben. Insgesamt stehen 28 000 Euro zur Verfügung. Teilnahmeschluss: 31. Oktober. Der Wettbewerb wird von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt. Die Gewinner werden Anfang Dezember ausgezeichnet. Weitere Informationen:
offenfuervielfalt.de, kontakt@offenfuervielfalt.de (Maja Yüce)

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