Homberger hoffen auf Startschuss für Freibadöffnung

Gespannt auf die Saison

Arbeitet für den Start: Der Meister für Bäderbetriebe Marc Nohl bereitet den Betrieb des Homberger Freibades vor.
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Arbeitet für den Start: Der Meister für Bäderbetriebe Marc Nohl bereitet den Betrieb des Homberger Freibades vor.

Die Freibadsaison läuft schleppend an. Wegen der dritten Corona-Welle und der daraus folgenden Notbremse war in den vergangenen Wochen nicht an eine Öffnung der Bäder zu denken, obwohl die Kommunen auch im Landkreis alles dafür vorbereiten, dass es dieses Jahr eine Freibadsaison geben wird.

Fritzlar-Homberg –Wann sie beginnen kann, hängt von der Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis ab. Vor Anfang Juni ist – gemäß den aktuellen Beschlüssen des Landes Hessen – nicht mit einer Öffnung der Freibäder zu rechnen. Damit die Kommunen die Bäder öffnen dürfen, muss Stufe 2 der Landesregelung erreicht sein: Die Inzidenz muss an 14 aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegen oder an fünf Tagen in Folge unter 50.

Die meisten Becken sind dennoch bereits schon gesäubert und mit frischem Wasser befüllt. Fritzlars Bad sei mit einem Vorlauf von wenigen Tagen bereit, zu öffnen, sagte Bürgermeister Hartmut Spogat. Auch im Hinblick auf die Ferienzeit sei das wichtig, denn viele Menschen blieben sicher wieder zu Hause. Er rechnet damit, dass die fortschreitenden Impfungen den Besuch des Bades begünstigen. Im Homberger Schwimmbad sei man ebenso bereit, aber der Öffnungstermin noch unsicher, sagt Benjamin Neidert, Leiter Technische Betriebe. Für das Jesberger Bad war die Öffnung am 1. Juni geplant. Bürgermeister Heiko Manz hofft auf eine Öffnung Mitte Juni.

In Knüllwald hatte man bislang mit einer Öffnung am 22. Mai gerechnet, beide Bäder in Rengshausen und Niederbeisheim sind bereit. Man müsse nun abwarten, sagte Bürgermeister Jürgen Roth.

Die Reparaturen an den Fliesen im Freibad in Holzhausen sind laut Bürgermeister Thomas Petrich abgeschlossen. „Nach Reinigung und Befüllung des Beckens wären wir ab 7. Juni zur Öffnung bereit“, sagt er. Wie 2020 werde es eine maximale Anzahl an Gästen und eine Begrenzung der Anzahl der Personen im Becken geben. Für das Terranobad in Gudensberg gelten die gleichen Bestimmungen, heißt es aus dem Rathaus. Das Hygienekonzept aus dem vergangenen Jahr soll dort wieder greifen.

Homberger Freibad hat schon 2,5 Millionen Liter frisches Wasser eingelassen

Marc Nohl kümmert sich im Homberger Freibad um das große Schwimmbecken. Der Meister für Bäderbetriebe fugt derzeit die Ritzen zwischen den Sandsteinen am Beckenrand aus. Nohl nutzt die Zeit bis zum noch ungewissen Öffnungstermin, um viele Stellen im Sandsteinpflaster auszubessern – eine Arbeit, für die im laufenden Betrieb wenig Zeit bleibe.

Er hat die Technik des fast 70 Jahre alten Bades in den vergangenen Wochen nach dem langen und kalten Winter wieder in Stand gesetzt. Das Wasser, das im Winter im Becken verbleibt, damit der Frost nicht in die Mauern dringt, wurde jetzt abgelassen, die Folie gesäubert und mit Chemikalien gereinigt, dann 2500 Kubikmeter Quellwasser - also sage und scheibe 2,5 Millionen Liter - eingelassen. Und erst danach kümmerte sich Nohl um die Technik, die Pumpen wurden angestellt. All das dauert seine Zeit. Jeden Tag fragt er beim Gesundheitsamt nach, wann der Betrieb starten kann. Mit dem Blick in den grauen Himmel dieser Tage sieht er dabei allerdings keinen großen Bedarf: „Zum Glück ist das Wetter so schlecht, da wird erst einmal keiner das Schwimmen vermissen“, sagt er.

Normalerweise öffnet das Bad am Erlenborn im Mai. Doch in diesem Jahr ist wieder einmal alles anders wegen der Corona-Pandemie. Im vergangenen Jahr hatte das Bad auch erst Ende Juni mit einem Hygienekonzept geöffnet.

Doch der Besuch hatte sich in Grenzen gehalten, nur 8700 Menschen kamen ins Homberger Freibad. In normalen Jahren seien es um die 30 000 Besucher, die Erfrischung suchen, selbst in schlechten Sommern immer noch 18 000, berichtet Benjamin Neidert, Leiter technische Betriebe.

Er geht davon aus, dass man auch in diesem Jahr wieder die Einbahnstraßenlenkung anwendet und die maximale Anzahl der Besucher auf 250 beschränkt wird. Leider waren die Sprungtürme und Rutschen im vergangenen Jahr gesperrt, dieser Spaß habe vielen Kindern gefehlt, sagt Nohl. Die Buchung erfolgte im vergangenen Jahr über das Internet und auch der Aufenthalt sei auf drei Stunden begrenzt gewesen. Ob das in diesem Jahr wieder so werde, müsse man sehen.

Wichtig sei, auch den Älteren zu vermitteln, dass Buchungen jederzeit auch telefonisch und kurzfristig möglich seien. Das hätten vergangenes Jahr viele Schwimmer nicht gewusst. Marc Nohl ist gespannt auf den Start und die kommende Saison, die sicher wieder viele andere Neuerungen bringt. (Christine Thiery)

Neuenhainer und Borkener See: Badeseen in der Region sind bereit für Hauptsaison

„Wir müssen quasi nur auf den Startknopf drücken, dann kann der Badebetrieb schon am Naturbadesee Stockelache losgehen“, sagt die Borkener Stadtsprecherin Susanne Norwig: „Wir warten nur auf das offizielle Go vom Landkreis.“

Die Vorbereitungen seien abgeschlossen, der See gut für den Sommer vorbereitet. In dieser Saison gibt es wieder wie im vorigen Online-Ticket-Reservierung und eine begrenzte Besucherzahl an der Stockelache. Der Singliser See ist frei zugänglich.

Und auch am Neuenhainer See wäre man für den Start der Saison vorbereitet. Das bestätigt Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm.

„Sobald eine Öffnung bei niedriger Inzidenz durch die Hessische Landesregierung möglich wird, werden wir für Tagestouristen und Badegäste öffnen.“

Und nicht nur das: „Wir sind mit potenziellen Betreibern einer Corona-Teststation am Neuenhainer See im Gespräch“, sagt Rottwilm. Er hatte bereits angekündigt, dass sich die Gemeinde eine Corona-Teststation am Eingangsbereich des Ferienparks vorstellen könne.

Für die Hauptsaison wäre eine solche Testlösung für Besucher vor dem Eingangsbereich ideal.

Generell laufen die Vorbereitungen ähnlich wie im vergangenen Jahr. Die Gemeinde hatte damals ein Hygienekonzept erarbeitet und so eine stufenweise Öffnung des Ferienparks ermöglicht (HNA berichtete). Aktuell ist nur Saison- und Dauercampern der Zutritt zur Anlage gestattet.

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