Bürgerinitativen lehnen Stromautobahn weiter ab

Südlink: Kritik am Kompromiss

Homberg. Die Bundesregierung hat einen Kompromiss zum Bau der umstrittenen Stromautobahn Südlink erarbeitet, den die Bürgerinitiativen gegen Südlink kritisieren: Dank des bundesweiten Engagements der Bürgerinitiativen gegen Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungen habe die Bundesregierung erkannt, dass der geplante Netzausbau in den betroffenen Regionen zu erheblichen Sorgen in der Bevölkerung führe.

Dies habe aber nur zu politischen Vereinbarungen geführt, die alles offen lassen, teilt Bernd Herbold (Homberg), Sprecher der hessischen Bürgerinitiativen, mit.

Grundsätzliche Ablehnung

Es bleibe somit abzuwarten, ob und wie die gesetzlichen Grundlagen zum Energieleitungsausbau daraufhin verändert werden. Der Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen Südlink, der Landesverband Hessen, das bayerische Aktionsbündnis gegen die Süd-Ost-Trasse und Rhönlink lehnen weiterhin den Bau der Gleichstromtrassen grundsätzlich ab und stellen deren Bedarf als Bestandteil der Energiewende in Frage.

Nur Profitinteressen

Man sehe weiterhin nicht belegt, dass die Trassen lediglich dazu dienen, Windstrom vom Norden in den Süden zu transportieren. „Wir befürchten, dass die Eckpunkte der Bundesregierung zum Netzausbau ausschließlich dem Profitinteresse der großen Energiekonzerne und nicht der öffentlichen Daseinsvorsorge dienen“, so Herbold weiter in einer gemeinsamen Erklärung des Bundesverbandes der Bürgerinitiativen gegen Südlink, des Landesverbandes Hessen, Vertretern des bayerischen Aktionsbündnisses gegen die Süd-Ost-Trasse und des Rhönlink-Vereins. (may)

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