Tagespflege für Wabern geplant - Diakonie will Einrichtung für 15 Plätze schaffen

Wabern. In Wabern soll neben einem Alten- und Pflegezentrum auch eine Tagespflegeeinrichtung entstehen. Die Pläne dafür haben die Gemeindediakonie Wabern und die evangelische Kirchengemeinde jetzt vorgestellt.

Bis zum Herbst sollen in der Kerngemeinde 15 Betreuungsplätze eingerichtet werden. Das sagte Doris Möller-Comtesse, Geschäftsführerin der Gemeindediakoniestation. Einen Standort für die Einrichtung gebe es noch nicht. „Wir prüfen zwei Lösungen zur Miete“, erklärt Pfarrer Olliver Heinemann. Um welche möglichen Standorte es sich handelt, wollte er nicht sagen. Fest stehe bislang nur, dass beide Gebäude für die Tagespflege umgebaut werden müssen. So benötigt die Diakonie bei 15 Plätzen eine Fläche von etwa 300 Quadratmetern. Neben einer barrierefreien Toilette, Ruhe- und Gemeinschaftsräumen gehören eine Küche sowie ein Garten zu den Anforderungen dazu. Auch ein Therapieraum ist notwendig. Dort könnten Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten mit den Patienten arbeiten.

Möller-Comtesse schwebt eine enge Zusammenarbeit zwischen der Tagespflege und der häuslichen Pflege vor. Aus diesem Grund soll die Gemeindediakoniestation mit an den neuen Standort ziehen. Mit der Tagespflege entstehen Arbeitsplätze in der Gemeinde. Voraussichtlich werden zwei Vollzeitstellen, die jedoch in Teilzeit besetzt werden, geschaffen. Bisherige Mitarbeiter der Gemeindediakoniestation würden ihr Stundenkontingent aufstocken. Weitere Stellen könnten später hinzu kommen. Etwa, wenn es darum geht, einen Fahrdienst einzurichten.

Als Konkurrenz zum künftigen Alten- und Pflegezentrum der Arbeiterwohlfahrt sehen Heinemann und Möller-Comtesse ihr Angebot nicht. Es gehe vielmehr darum, gut zusammenzuarbeiten und für jeden Patienten die passende Pflegeform zu finden.

Steigender Bedarf an Tagespflege

Die Gemeinde-Diakoniestation möchte in Wabern eine Tagespflege einrichten. Geschäftsführerin Doris Möller-Comtesse sieht eine gestiegene Nachfrage nach Tagespflegeplätzen. Dafür gebe es drei Gründe.

1. Die rechtlichen Änderungen. Seit 2015 steht jedem Pflegebedürftigen ein Betrag in Höhe des Pflegegeldes für die Tagespflege zu.

2. Die demografische Entwicklung: Die Menschen werden immer älter. Viele sind eines Tages pflegebedürftig.

3. Die Menschen möchten auch im Alter möglichst zuhause leben. Die Tagespflege bietet Angehörigen die Chance, einmal durchzuschnaufen, und die zu Pflegenden erleben Abwechslung.

Von Anke Laumann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.