Tauziehen um das Amt des Vizelandrats

Schwalm-Eder. Für Winfried Becker beginnt am Montag, 18. Mai, seine erste Amtszeit als Landrat des Schwalm-Eder-Kreises.

Um die Neubesetzung der Stelle des Ersten Kreisbeigeordneten wird derweil hinter den Kulissen gerungen. Die Koalitionspartner SPD und FWG führen Gespräche darüber, ob die Stelle schon bald oder nach der Kommunalwahl (6. März 2016) ausgeschrieben werden sollte.

Im Koalitionsvertrag gibt es einen Passus, wonach - sinngemäß - die FWG weder die Stelle des Landrats noch des Ersten Kreisbeigeordneten beansprucht. Willi Werner, Vorsitzender der FWG-Kreistagsfraktion, bestätigt das. Die SPD könnte versucht sein, die jetzigen Mehrheitsverhältnisse zu nutzen. Würde sie darauf bestehen, dass die FWG den Vertrag einhält und die Stelle umgehend neu besetzt wird, könnte es zum offen Konflikt kommen.

Seine Fraktion tendiere dahin, diese Personalie erst nach der Kommunalwahl zu klären, erläuterte Werner. Die Sozialdemokraten halten sich bedeckt. Günter Rudolph, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, bestätigt nur, dass es Gespräche gibt. Aus anderen Quellen ist aber zu hören, dass diese Frage auch in der SPD kontrovers diskutiert wird.

Gerüchten zu folge soll es auch schon einen potenziellen Kandidaten der SPD geben: den Bürgermeister von Schwarzenborn, Jürgen Kaufmann. Gegenüber der HNA gab es von ihm weder eine Bestätigung noch ein Dementi.

Die FDP hat für die Kreistagssitzung am Montag beantragt, die Stelle erst nach der Kommunalwahl neu zu besetzen. So sehen das auch andere Fraktionen, wie sie gegenüber der HNA deutlich machten. Für Winfried Becker würde das bedeuten, dass er die Doppelrolle als Landrat und Erster Kreisbeigeordneter noch weiteres Jahr tragen müsste. In den vergangenen zwei Jahren hatte er bereits über längere Zeit den erkrankten Landrat vertreten.

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