Was war denn da los?

Terminreservierung beim DRK hakt: Spender ohne Glück

Lebensrettende Spende: Die Blutspendedienste sind auf Spendewillige angewiesen, Blutreserven sind knapp.
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Lebensrettende Spende: Die Blutspendedienste sind auf Spendewillige angewiesen, Blutreserven sind knapp.

Blutreserven sind derzeit so knapp wie selten. Dem entgegenwirken wollte Walter Ide. Zum Termin anmelden konnte er sich trotz mehrfacher Versuche nicht. Was war denn da los?

Homberg – Blutspendedienste sollten über jeden Einzelnen froh sein, der sein Blut freiwillig geben will. Noch dazu einer, der eine verhältnismäßig seltene Blutgruppe hat. Das wollte Walter Ide. Zum Termin anmelden konnte er sich trotz mehrfacher Versuche nicht. Was war denn da los?

Zwei Mal wurde der Homberger Walter Ide vom Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) angeschrieben. Die Bitte: Ob der sehr knappen Blutreserven solle er sich zum Blutspendetermin in der Stadthalle anmelden. Ein weiteres Schreiben erwähnte seine seltene Blutgruppe. Ide ist B-RH negativ, spendet seit den 2000er-Jahren regelmäßig Blut, sein Blutspendeausweis ist gespickt mit Aufklebern.

Anmeldung zum Blutspenden funktionierte nicht

„Nach den Anschreiben wollte ich mich erst recht anmelden und mein Blut spenden. Aber es ging nicht“, erzählt Ide. Weder über den im Schreiben abgedruckten QR-Code, noch über die angegebene Internetadresse war eine Registrierung möglich.

Also rief Ide beim DRK an. „Die sagten mir, dass ich bei der Anmeldung angeblich die falsche Spendernummer angegeben habe. Es sei nicht die Nummer wie im digitalen Spenderausweis.“ Dieser Ausweis aber ist Ide überhaupt nicht zugesendet worden, sagt er. Hinzukommt: Die auf dem Anschreiben angegebene Spendernummer stimmt mit der in Ides Nummer auf dem Ausweis überein. Die neue Nummer habe das DRK ihm aber auch nicht telefonisch durchgeben können.

Als eine Anmeldung schließlich doch möglich war, waren alle Termine der Aktion in Homberg ausgebucht. „Ich bin ein bisschen enttäuscht darüber, dass es nicht ging“, sagt Ide. Er wollte spenden und helfen, weil es dringend war. „Man fühlt sich irgendwie verpflichtet.“

DRK bedauert, dass Ide kein Blut spenden konnte

Greta Zicari, die beim DRK für die digitale Kommunikation zuständig ist, bedauert, dass Ide in Homberg kein Blut spenden konnte. Wo genau es bei der Anmeldung Probleme gegeben hat, kann nur schwer nachvollzogen werden. Es gibt für Spender und Neuspender aber verschiedene Möglichkeiten, einen Termin unter terminreservierung.blutspende.de zu blocken:

- mit Blutspendeausweis: benötigt werden bei dieser Option Nachname und Spendernummer. Einschränkung: „Wer nach 2013 nicht mehr Blutspenden war, kann sich darüber nicht anmelden“, erklärt Zicari. Für all jene steht Option drei bereit.

- mit Spenderservicezugang: E-Mail und Passwort eingeben und los geht’s. Zumindest für die, die einen digitalen Spenderausweis im Checkkartenformat besitzen. Voraussetzung: Zuvor muss die App heruntergeladen und eine Registrierung vorgenommen werden.

- ohne Blutspendeausweis: Diese Option steht für alle bereit, die zum ersten Mal Blutspenden wollen, keine Nummer oder sie verlegt haben. Wer seit 2013 nicht mehr Blut gespendet hat, der muss ebenfalls über diese Option einen Termin reservieren.

Wer Hilfe bei der Anmeldung braucht, kann sich unter der kostenlosen Spendenhotline melden: 0800/119 49 11. Laut Greta Zicari können die Mitarbeiter die Anmeldung auch vornehmen. (Chantal Müller)

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