Mit Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses kann nun begonnen werden

Ein Treff der Generationen

Geld für den Um- und Anbau steht nun zur Verfügung: Für 242 000 Euro soll das Dorfgemeinschaftshaus Niederurff saniert werden. Die Niederurffer wünschen sich, dass daraus ein Mehrgenerationenhaus entsteht. Archiv-Foto: Brandau

Niederurff. Einen Treffpunkt, der dem Namen Mehrgenerationenhaus alle Ehre machen soll, wünschen sich die Menschen im Bad Zwestener Ortsteil Niederurff. Mit Geld aus dem Dorferneuerungsprogramm soll dieser Wunsch nun in Erfüllung gehen.

Für 242 000 Euro wird das Dorfgemeinschaftshaus saniert und umgebaut. 181 000 Euro steuert das Land Hessen zu dieser Investition bei. Landrat Frank-Martin Neupärtl überbrachte den Bewilligungsbescheid. 700 000 Euro stehen insgesamt für kommunale Projekte der Dorferneuerung in Niederurff zur Verfügung.

Gemeinsam kochen

Pläne für die Nutzung gibt es bereits. So sollen Kinder und ältere Menschen in den Ferien zu gemeinsamen Tischspielen eingeladen werden. Die Landfrauen wollen die neue Küche nutzen, um gemeinsame Kochkurse für Kinder und Senioren anzubieten. So könnten alte und neue Rezepte unter den Generationen ausgetauscht werden.

Das Gemeinschaftshaus biete nach dem Kurhaus den größten öffentliche Veranstaltungsraum in Bad Zwesten, sagte Landrat Neupärtl. Er werde von allen Dorfgemeinschaftshäusern im Gemeindegebiet am häufigsten genutzt. Daher sei es vernünftig, gerade diese Gebäude zu sanieren, erklärte Neupärtl.

Mit dem Geld könne nun unter anderem neues Mobiliar gekauft und eine moderne Heizung eingebaut werden. Zudem würden der Küchen- und der Toilettentrakt auf den neuesten Stand gebracht, berichtete Bürgermeister Michael Köhler.

Erst durch den hohen Zuschuss des Landes sei die Sanierung des Hauses erst möglich. Die Niederurffer hätten auch Eigenleistungen bei den Arbeiten zugesagt. Das unterstreiche ihr Interesse am Dorfgemeinschaftshaus.

Ortsvorsteher Walter Fieting erinnerte daran, dass schon beim Bau des Hauses viele Niederurffer mit angepackt hätten. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Dorferneuerung, Dr. Stefan Pollmächer, erinnerte daran, dass die Arbeit schon vor etwa zehn Jahren begonnen hatte. Damals habe Niederurff erfolgreich am Programm „Unser Dorf soll schöner werden“ teilgenommen. Im Hinblick auf den demographischen Wandel sei es besonders wichtig, die Lebensqualität in den Dörfern zu verbessern.

EU-Abgeordneter Martin Häusling wies darauf hin, dass das Geld für die Sanierung von der Europäischen Union zur Verfügung gestellt werde. (hro)

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