Die meisten Sitze bleiben leer

Trotz Elterntaxis: Bustransfer zu den Kitas in Wabern und Falkenberg bleibt

Das Thema Elterntaxi sorgt auch in Wabern für reichlich Gesprächsstoff. Die  Waberner Gemeindevertreter haben sogar über die Abschaffung des Bustransfers diskutiert. 

Am Ende entschied das Parlament nach einer kontroversen Debatte mit 14 Ja-Stimmen und 15 Enthaltungen: Aus einer Vielzahl von Gründen sollen die Busse weiterfahren.

Der FWG-Fraktionsvorsitzende Jochen Ritter argumentierte: „In Zeiten, in denen der Umweltgedanke wichtiger ist denn je, dürfen wir nicht für mehr Individualverkehr sorgen.“ Das sei der vollkommen falsche Weg.

Fakt ist: Auf der Linie, die zur Kindertagesstätte Falkenberg führt, fahren derzeit nur drei Kinder mit. Auf der Linie zur Kita Schatzkiste in Wabern sind es 13 Kinder. „Für die Betreuer, die die Kinder begleiten, und für den Transport selbst zahlt die Gemeinde im Jahr bislang rund 10 000 Euro“, betont Bürgermeister Claus Steinmetz. Die Tickets, die pro Kind 340 Euro im Jahr kosten und von denen die Gemeinde ebenfalls 50 Prozent übernimmt, kommen oben drauf. „Wenn das Angebot kaum noch genutzt wird, müssen wir abwägen, ob bei der Anzahl an Kindern nicht wenigstens eine Untergrenze festgelegt werden muss“, so der Bürgermeister.

Ritter nennt weitere Gegenargumente: „Bei vielen Eltern ist das Problem mittlerweile angekommen. Sie suchen nach Lösungen.“ Die Betreuungspersonen seien sogar bereit, auf die bisherige Aufwandsentschädigung in Höhe von 7,50 Euro pro Fahrt zu verzichten. „Den Bustransport einzustellen, wäre ein völlig falsches Signal“, bestätigt auch Peter Schlombs von der CDU. 

„Kinder sollten sich an öffentliche Verkehrsmittel gewöhnen“, sagt Schlombs. Abgesehen von der Umwelt gehe es schließlich auch um den sozialen Aspekt, wenn Kinder gemeinsam Bus fahren. Nach der Abstimmung steht nun fest: Die Gemeinde übernimmt weiterhin 50 Prozent der Jahreskarte. 

Außerdem bezahlt sie den Rücktransfer der Begleitpersonen. Lediglich die SPD-Fraktion sprach sich ausdrücklich gegen das Fortbestehen des Bustransfers aus.

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