Mit Stein beworfen

Unbekannte beschädigen Brunnen der Homberger Burg

Beschädigter Brunnen: Unbekannte warfen einen 15 Kilo schweren Sandstein auf den Brunnen der Burg.
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Beschädigter Brunnen: Unbekannte warfen einen 15 Kilo schweren Sandstein auf den Brunnen der Burg.

Unbekannte haben den Brunnen der Homberger Burg beschädigt. Sie warfen einen 15 Kilogramm schweren Sandstein auf die Abdeckung. Zuvor hatten sie einen Schlüssel gestohlen.

Homberg – Die Burg ist das Wahrzeichen Hombergs – und doch wird sie immer wieder Opfer von Sachbeschädigungen. Erst im vergangenen Jahr stahlen Diebe Geld aus dem Spendenautomaten am Burgbrunnen. Nun wurde dieser Ziel offenbar blinder Zerstörungswut. Unbekannte beschädigten den Brunnen, als sie am Mittwochnachmittag einen laut Polizei etwa 15 Kilogramm schweren Sandstein aus etwa vier Metern Höhe auf den Brunnen warfen. Dabei wurde nicht nur die Abdeckung, sondern auch der oberste Steinring des Brunnens getroffen. Nach Angaben der Polizei betraten die unbekannten Täter den unverschlossenen Burgturm und stahlen dort mehrere Schlüssel. Mit ihnen gelang es ihnen, einige Schlösser der Brunnenabdeckung zu öffnen, teilt Markus Brettschneider, Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder, auf Anfrage mit. Es sei ihnen jedoch nicht gelungen, alle Schlösser zu öffnen.

Brunnen der Homberger Burg beschädigt: Schaden von etwa 500 Euro

Anschließend hätten die Diebe den Sandstein auf den Brunnen geworfen und ihn so beschädigt. Dabei entstand ein Schaden von etwa 500 Euro, das Diebesgut hat laut Brettschneider einen Wert von 60 Euro. Er berichtet von sechs Personen, die sich zur Tatzeit auf der Burg aufgehalten haben sollen. Sie hätten jedoch noch nicht identifiziert und ausfindig gemacht werden können. Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung eingeleitet. In diesem Jahr sei es bereits der zweite Vorfall von Sachbeschädigung an der Burg. Hätten es die Unbekannten sonst auf Geld abgesehen, sei es in diesem Fall nur um Zerstörung gegangen, ist Alfred Uloth, Vorsitzender der Burgberggemeinde, sicher. Für ihn hieß es am Donnerstag: in aller Frühe Schlösser austauschen. Die, so Uloth, hätten den Verein noch einmal etwa 100 Euro gekostet. Gäbe es da nicht die Firma Zimmermann: „Als sie hörten, warum ich bei ihnen bin, haben sie uns die vier Schlösser gespendet“, sagt Uloth dankbar. Nun müsse nur noch der Brunnen repariert und die Abdeckung mit neuen Bolzen versehen werden. „Dann ist der Brunnen wieder sicher.“

Da nicht klar war, ob die Diebe zurückkehren, schloss der Verein die Burg in der Nacht zu Donnerstag. Damit aber nicht genug: Der Verein überlegt, die Burg künftig außerhalb der Arbeitszeiten ihres Mitarbeiters komplett zu schließen. Auch eine Video-Überwachung sei im Gespräch. „Die Beschädigungen nehmen überhand“, schildert Uloth und berichtet von zerstörten Sitzbänken und herausgerissenen Verkehrsschildern. „Das ist nur noch ärgerlich.“ (Chantal Müller)

Hinweise: Polizei Homberg, Tel. 0 56 81/7740

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