Camp im August auch in der Kreisstadt

Utopie-Konferenz der Universität Lüneburg findet in Homberg statt

Der Marktplatz in Homberg.
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Wie teilt Homberg im 21. Jahrhundert? Diese und andere Fragen sollen in den Utopie-Camps angegangen werden. Eines dieser Camps findet auch in Homberg statt.

Homberg ist vom 24. bis 25. August ein Teil der Utopie-Konferenz der Leuphana-Universität Lüneburg. Unter anderem geht es um die Zukunft des Eigentums.

Homberg – Alles was es braucht, ist ein bisschen Mut und Offenheit. Für die Zukunft und für utopische Ideen. Denn darum geht es bei der Utopie-Konferenz der Leuphana-Universität Lüneburg, von der auch Homberg vom 24. bis 25. August ein Teil ist. Mehr als 120 Orte, Vereine und Organisationen in Deutschland und Europa nehmen daran teil.

Unter dem Stichwort „Utopisch Teilen“ geht es in der Kreisstadt um die Zukunft des Eigentums und die Frage, wie soziale Gerechtigkeit in einer vernetzten Welt verankert werden kann. Homberger können in einem Workshop Ideen dazu beisteuern.

Utopie-Konferenz in Homberg: Teilnahme am Programmpunkt „Utopisch Teilen“

Wachsen, teilen, verständigen, entfalten und arbeiten sind die Schwerpunkte der diesjährigen Utopie-Konferenz. Die Homberger Teilnahme am Programmpunkt „Utopisch Teilen“ kommt nicht von ungefähr.

„Wir teilen als Gruppe schon so viel“, sagt Summer of Pioneers-Teilnehmerin Inga von Göler, die das Projekt mit Roxana Baur für Homberg umsetzt: Wohnungen, Fahrräder, Waschmaschinen. Teilen sei für den ländlichen Raum wichtig – etwa beim Thema Mobilität, erklärt Roxana Baur. Ziel ist, eine Nachhaltigkeitsdebatte anzustoßen.

Die Frage, wie es in Zukunft weitergeht, lasse sich aus vielen Perspektiven betrachten. Mindestens aber aus der eines Großstädters und eines Kleinstädters, sagt von Göler. „Wir können zusammen versuchen, zu verstehen, was uns eint und was uns trennt. Jeder beantwortet diese Frage anders.“

Utopie-Konferenz in Homberg: Wer teilt was?

Während auf dem Land Hilfe in Haus und Garten selbstverständlich sei, in der Stadt aber weniger, fiele es Menschen in der Großstadt leichter, gewisse Dinge wie Spielgeräte zu teilen, findet von Göler. „Wir wollen uns gegenseitig Inspirationen geben.

Darauf hoffen wir“, erklärt Baur. Und genau da sind die Homberger gefragt: Sie können an dem zweitägigen Workshop teilnehmen, Vorträge zum Thema Zukunft des Wohlstands anhören und gemeinsam mit Baur und von Göler utopische Ideen sammeln.

Dabei geht es nicht um konkrete Pläne, die umgesetzt werden müssen, betonen die Frauen. „Es soll offenbleiben, man soll seinen Kopf öffnen, diskutieren und Ideen spinnen“, sagt Baur.

Utopie-Konferenz in Homberg: Freiraumstation in Homberg wird zum Camp

Dafür öffnet sich die Freiraumstation im ehemaligen Schuhgeschäft Koch. Stadt und Pioniere statten diese so aus, dass dort gearbeitet werden kann. Pionierin Lisa-Mona Amling sorgt für gutes Essen. Gemeinsam sollen neue Visionen für das Leben im 21. Jahrhundert gesammelt werden. Die Ergebnisse aus den lokalen Utopie-Camps werden laut Baur an die Leuphana-Universität zurückgemeldet.

Bis zu 15 Interessierte können an dem Utopie-Camp in Homberg teilnehmen, das Dienstag und Mittwoch, 24. und 25. August, stattfindet. Etwa die Hälfte der verfügbaren Plätze seien bereits belegt. Eine Altersbeschränkung für die Workshops gibt es nicht. (Chantal Müller)

Info: Die Teilnahme kostet laut Pressemitteilung 19 Euro, ermäßigt neun Euro. Anmeldungen sind noch möglich per E-Mail an pioneers@homberg-pioneers.de. Eine vorläufige Programmübersicht gibt es im Internet unter leuphana.de/portale/utopie-konferenz/programm

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