Stadtumbau West könnte neue Bücherei ermöglichen - Idee wurde vorgestellt

Viel Platz für Literatur

Bietet Literatur auf 60 Quadratmetern: In der Homberger Stadtbücherei ist es eng. Dennoch zählte Leiterin Linda Conrad 17 000 Ausleihen im vergangenen Jahr. Auf dem Foto ist sie mit Julius Werner und Jan-Christoph Ulrich zu sehen. Foto:  Brandau

Homberg. Das ist in Zeiten der ewigen Sparerei doch eine Idee, die aufhorchen lässt: In Homberg soll eine neue, große Bücherei entstehen.

Das Städtebauförderprogramm Stadtumbau West soll das ehrgeizige Projekt möglich machen, das eine Kooperation zwischen Landeswohlfahrtsverband (LWV) und Stadt Homberg vorsieht. Am Donnerstagabend gab Architekt Harm Köthe dem Parlament einen kurzen Überblick über Pläne und Kosten des zur Diskussion stehenden Projekts.

SO SÄHE DIE BÜCHEREI AUS

• Die neue Bücherei soll auf einer Fläche von 350 Quadratmetern in einem Gebäude der Hermann-Schafft-Schule in der Bischofstraße entstehen. Dafür würden die beiden einzelnen Bestände der jetzigen städtischen und schulischen Büchereien zu einem großen Bestand zusammengefasst. • Es gäbe zwei Zielgruppen: Sowohl hör- und sehgeschädigte Schüler der HSS als auch die Homberger Einwohner sollen die Einrichtung nutzen, die sich altersübergreifend an Menschen mit und ohne Behinderung richtet. • Baukosten: Die teurere Variante würde 673 000 Euro, die abgespeckte 583 000 Euro kosten. Dafür würde das Gebäude umgebaut, mit Büros, Toiletten, Garderobe, Leseraum versehen. Ein verglaster Außen-Fahrstuhl würde an der zur Stadt gelegenen Hausseite angebracht, um die Homberger Nutzer in den ersten Stock zu bringen, wo die Bibliothek entstehen würde.

• Von den Baukosten würde der LWV zwei Drittel tragen. Den Anteil der Stadt Homberg würde der Stadtumbau West tragen. Der Anteil der Stadt läge damit bei 0 Euro - wenn das Land Hessen tatsächlich alle förderfähigen Kosten anerkennt. • Für Möbel, Computer, Technik, Medien wie Bücher und CDs fielen für die Stadt einmalige Kosten in Höhe von 48 500 Euro an. • Laufende Kosten für Strom, Versicherungen, Heizung, Reinigung: 36 000 Euro. • Eine ausgebildete Bibliothekarin würde die neue Bücherei führen. Geschätzte Personalkosten im Jahr: 43 000 Euro. Zurzeit zahlt die Stadt 17 000 Euro.

Eine solche Kooperation wäre einmalig in Nordhessen, sagte Bürgermeister Wagner. Jetzt müssten sich die Parlamentarier die Frage stellen, ob sich die Stadt ein solches Projekt leisten könne und wolle. Die Diskussion soll in einer der nächsten Parlamentssitzungen erfolgen. (bra)

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