1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fritzlar-Homberg
  4. Wabern

Die evangelische Kirche Wabern feiert die Grundsteinlegung vor 300 Jahren

Erstellt:

Von: Christina Zapf

Kommentare

Aufnahme der evangelischen Kirche Wabern (Juni 2022).
Ihr Grundstein wurde vor 300 Jahren von Maurermeister Lorenz Gruber gelegt: die Evangelische Kirche in Wabern heute. © Christina Zapf

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden viele neue Kirchen im Schwalm-Eder-Kreis gebaut. In Wabern jährt sich die Grundsteinlegung der Evangelischen Kirche jetzt zum 300. Mal.

Wabern/Uttershausen/Oberbeisheim – Am 23. Juni ist es so weit: Vor 300 Jahren wurde der Grundstein für die Evangelische Kirche in Wabern gelegt. Das soll, so Pfarrerin Birgit Schacht, gefeiert werden. „Wir wollen zusammen sein und gemeinsam eine schöne Zeit verbringen.“

In den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Kirchenneubauten im Schwalm-Eder-Kreis. Dafür gab es unter anderem folgende Gründe: Die Landgrafschaft Hessen-Kassel prosperierte wirtschaftlich, man hatte sich von den teils katastrophalen Folgen des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) erholt, Menschen waren neu angesiedelt worden, die Bevölkerung wuchs.

Eine historische Aufnahme der evangelischen Kirche in Wabern.
Ihr Grundstein wurde vor 300 Jahren von Maurermeister Lorenz Gruber gelegt: eine historische Aufnahme der evangelischen Kirche. © Landeskirchliches Archiv Kassel

Hinzu kam, dass wohl viele Kirchen im Krieg so stark beschädigt wurden, dass einige Jahrzehnte später Neubauten notwendig waren. So wurden beispielsweise die Kirchenneubauten in Singlis (ab 1713), in Oberbeisheim (ab 1720), in Wabern (1722 bis 1726), innerhalb weniger Jahre errichtet.

In allen drei Fällen ist der Architekt der Kirche unbekannt. Gemeinsam haben die drei Bauten aber den Maurermeister: Lorenz (Lorentz) Gruber (Grüber).

Literatur

Horst und Thomas Schattner aus Wabern haben zwei Bücher über die Evangelische Kirche in Wabern geschrieben:
- 300 Jahre Evangelisch-reformierte Kirche Wabern – Eine Dokumentation: Teil 1: Der Sakralbau. Taschenbuch
- 300 Jahre Evangelisch-reformierte Kirche Wabern – Eine Dokumentation: Teil 2: Die Profanbauten, die Pfarrer und Pfarrerinnen sowie das 275. Kirchenjubiläum, Taschenbuch (ciz)

Kirchengemeinden feiern Grundsteinlegungen der Kirchen in Wabern und Uttershausen

Die Kirchengemeinden Wabern und Uttershausen laden ein zum Kirchenfest von Samstag, 25. Juni, bis Sonntag, 26. Juni. Gefeiert wird der Bau der Kirchen in Wabern vor 300 Jahren (1722) und in Uttershausen vor 500 Jahren (1520).

Der Geschichtskreis Uttershausen hat zu diesem Anlass eine Broschüre über die Pfarrer herausgegeben und eine Tafel darüber der Kirchengemeinde gespendet. „Leider haben wir damals unsere Planungen abbrechen müssen, da durch Corona kein Fest möglich war. Im Oktober vergangenen Jahres haben wir zwar den Abschluss der Renovierung gefeiert, die Grundsteinlegung blieb aber ein bisschen auf der Strecke“, sagt die Waberner Pfarrerin Birgit Schacht.

Das Programm rund um die Feier der Grundsteinlegungen

Vor 300 Jahren, am 23. Juni 1722, wurde der Grundstein der Kirche in Wabern gelegt. Das soll nun ebenfalls gefeiert werden.
Das Programm sieht für die Kirchenfeste in Wabern und Uttershausen Folgendes vor:

- Bereits vom 18. Juni bis 1. Juli gibt es einen „Kirchen-Erlebnisweg“ zwischen Uttershausen und Wabern, Start ist an beiden Kirchen möglich. Auf Schildern sind Fragen rund um die Kirchen in Wabern und Uttershausen sowie zur Kirche allgemein zu finden, die beantwortet werden können.

- Samstag, 25. Juni: 13 bis 16 Uhr Diakonie Wabern: Offizielle Eröffnung der Tagespflege, die im November 2021 ihre Arbeit am neuen Standort aufgenommen hat. Besichtigung der neuen Räume, Kaffee und Kuchen.

- Samstag, 25. Juni: ab 17 Uhr in Uttershausen Gottesdienst, Essen und Trinken, Livemusik im Kirchgarten.

- Sonntag, 26. Juni: in Wabern ab 11 Uhr Gottesdienst mit Posaunenchor, Essen und Trinken, Spiele für Kinder, historische Spielszene (Theaterstück), Bilderausstellung, Vorstellung der Bücher von Horst und Thomas Schattner, Möglichkeit, die Tagespflege zu besuchen. (Thomas Schattner/Christina Zapf)

Auch interessant

Kommentare