Heizung und Fenster erneuert

500 Jahre alte Uttershäuser Kirche saniert

Pfarrerin Birgit Schacht und der Kirchenälteste Heinrich Gröger in der Uttershäuser Kirche.
+
Freuen sich über die Sanierung des Innenraums: Pfarrerin Birgit Schacht und der Kirchenälteste Heinrich Gröger in der Uttershäuser Kirche.

Die kleine Kirche in Uttershausen erstrahlt in neuem Glanz. Die Innensanierung erfolgte im Zug der groß angelegten Modernisierung der Elektrik in dem über 500 Jahre alten Gebäude. Die Heizung wurde komplett erneuert, die alten Fenster saniert und der Innenraum gestrichen.

Uttershausen - Damit ist nun alles für die Gottesdienste im Winter fit und die Besucher können sich auf viel Wärme im Gotteshaus freuen. 170.000 Euro wurden in diesem Jahr in die Sanierung gesteckt, ein hoher Teil davon stammt aus Eigenmitteln. Die Kollekte war in den vergangenen Jahren zu großen Teilen für die Erneuerung gesammelt worden, sagt Pfarrerin Birgit Schacht. Immer mit bei den Bauarbeiten, die im Januar dieses Jahres starteten, waren die Kirchenältesten Heinrich Gröger und der kürzlich verstorbene Georg Morsch.

„Wenn es vor Ort etwas zu regeln gab, waren sie eine große Hilfe und haben sich über das Maß engagiert“, sagt die Pfarrerin. Der größte Batzen war die Erneuerung der Technik. Die gesamte Heizung, die mit Strom versorgt wird, wurde erneuert. Die Elektrik wurde neu verlegt, ein moderner Steuerungskasten ziert den Raum hinter dem Eingang. Im Chor der Kirche wurde die Heizung in den Fußboden integriert, an den Kirchenbänken neue Strahler angebracht und auch unter den sanierten Fenstern hängen solche Heizstrahler.

Die Bleifenster an den Seiten des Kirchenschiffes wurden aufwendig modernisiert. Die Fenster wurden gereinigt und die Bleieinfassungen ausgebessert. Über die Jahre waren sie undicht geworden und durch die Ritzen pfiff der Wind und es zog, sagt Gröger.

Das sei sehr unangenehm gewesen. Eigentlich wollte man mit der Sanierung noch ein wenig warten, fügt die Pfarrerin hinzu. Dann aber habe man die Coronazeit für die Erneuerung der Technik genutzt, in der ohnehin keine Gottesdienste in der Kirche möglich gewesen seien. Die letzte Innensanierung war in 1989, liegt also noch nicht wirklich sehr lang zurück.

Dennoch habe man sich auch zurück gehalten. Die kleine Nebentür, die einst der Eingang gewesen sei, wurde saniert und der Türrahmen mit den wohl historischen Verzierungen wieder hergestellt. Ein roter Rahmen und eine beige Einfassung mit Bommeln wurde wieder hergestellt, so wie er zu Beginn des Kirchenbaus vor 500 Jahren wohl bestand. Die Tür an sich wurde aber nicht erneuert. Die Wände im Chor wurden gesäubert, so wie man dies neuerdings fachlich restauriere. Der neuere Teil der Kirche, der in 1779 angebaut wurde, wurde in demselben Farbton gestrichen. Die Restauratoren hätten bei den Ausführungen auf einen nahtlosen Übergang der Arbeiten geachtet. Das Ergebnis sei gut gelungen, sagt Schacht.

Im Kirchenchor befindet sich noch ein 500 Jahre altes Gitter, das wieder her gerichtet wurde. Dahinter verbarg man früher die Abendmahlsutensilien. Herausgearbeitet wurde auch eine Vertiefung in der Kirchenwand. Dort bewahrte man früher das Weihwasser auf, denn die Kirche war zunächst eine katholische Kirche, mit der Reformation änderte sich dies. Im vergangenen Jahr sollte eigentlich die 500-Jahr-Feier stattfinden. Sie wurde wegen der Pandemie abgesagt.

Zum Erntedankfest wurde nun die Kirchenrenovierung gefeiert. Jetzt kann man sich erst einmal an den Neuerungen freuen. (Christine Thiery)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.